Trend Micro hat laut eWeek eine Versteigerungsplattform für Sicherheitslücken entdeckt. Angeblich 50.000,- US-Dollar werden dort für einen so genannten Zero-Day-Exploit für Windows Vista gefordert, also Code, mit dem sich eine noch nicht gepatchte Sicherheitslücke ausnutzen lässt, für die bisher kein Patch existiert.
Die Preise für entsprechende Zero-Day-Exploits liegen zwischen 20.000,- und 30.000,- US-Dollar, je nach Popularität der entsprechenden Software,
zitiert eWeek Trend Micros Chief Technology Officer (CTO) Raimund Genes. Bots und Trojaner, mit denen sich Windows-Systeme z.B. zum Spam-Versand nutzen lassen, würden für rund 5.000,- US-Dollar verkauft.
Laut Genes sind die
Preise für destruktive Exploits drastisch angestiegen. Er schätzt, dass die "Malware-Industrie" mittlerweile mehr Geld verdient als die "Anti-Malware-Industrie".
Auch gestohlene persönliche Daten würden gehandelt, darunter Log-in-Informationen für Bankkonten oder Kreditkarten samt PINs. Letztere seien auf der Auktionsplattform für rund 500,- US-Dollar das Stück zu haben.
(ji)