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Killerspiele: Deutscher Alleingang zum Scheitern verurteilt?Florian Müller: EU könnte eine Lockerung der deutschen Regeln bringen
Nach Einschätzung des deutschen Lobbyisten und ehemaligen Blizzard-Mitarbeiters Florian Müller, "wäre ein
nationaler Alleingang Deutschlands [...] zum Scheitern verurteilt". Der freie Waren- und Dienstleistungsverkehr, der im EG-Vertrag festgeschrieben ist, würde durch Becksteins Vorschlag behindert.
Im Gespräch mit dem Golem.de-Partnermagazin IGM erklärte Florian Müller, es sei "nur noch eine Frage des Wann und nicht des Ob, bis aus Brüssel ein Vorschlag zur einheitlichen Regelung in Sachen Computerspiele kommt". Die EU müsse tätig werden, wenn unterschiedliche nationale Regelungen "zu Wettbewerbsverzerrungen führen". Dieser Nachweis ließe sich durchaus erbringen, meint Müller, denn schon "jetzt bestellen sich deutsche Konsumenten Spiele auf ausländischen Websites, statt sie hier im Laden kaufen zu können. In einem Binnenmarkt kann es jedoch nicht sein, dass ein Produkt in einem Land verkauft werden darf und im anderen nicht." Sollten sich Politiker wie Beckstein mit ihren Forderungen in Deutschland durchsetzen, "würde der Unterschied zum restlichen Europa noch größer werden, der Handlungsbedarf [für eine Harmonisierung] wäre akuter und die EU würde sich schneller bewegen." In einem Verfahren auf EU-Ebene wären "die Scharfmacher in Deutschland [...] von einer qualifizierten Mehrheit [...] Lichtjahre entfernt" und müssten am Ende möglicherweise mit ansehen, wie es eher zu einer Aufweichung als einer Verschärfung der bisherigen Bestimmungen komme, meint Florian Müller. Der vollständige IGM-Artikel "Killerspiele und die EU" von Jörg Langer steht unter publishingoffice.de zum Download bereit. (ji)
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