Stallman: Novell-Microsoft-Pakt noch kein GPL-Verstoß

GPLv3 soll Patentabkommen unterbinden

GNU-Gründer Richard Stallman hat in seiner Rede auf der 5. internationalen GPLv3-Konferenz in Tokio bestätigt, dass der Pakt zwischen Novell und Microsoft nicht gegen die GPLv2 verstößt. Vielleicht sei das Abkommen daher sogar gut, so Stallman, denn nun habe man noch die Chance, die GPLv3 so umzuformulieren, dass sie ähnliche Verträge auf jeden Fall unterbindet.

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Am 21. November 2006 äußerte sich Richard Stallman in seiner Rede auf der 5. internationalen GPLv3-Konferenz in Tokio auch zu dem Pakt zwischen Novell und Microsoft, der noch immer die Gemüter in der Open-Source-Szene erhitzt. Der Patentvertrag zwischen beiden Unternehmen ist laut Stallman ein Weg, um Softwarepatente als Bedrohung für die Anwender einzusetzen. Microsoft habe nicht Novell eine Patentlizenz gegeben, sondern eine auf Novells Kunden beschränkte Lizenz. Damit greift der Paragraf 7 der GPLv2 nicht, der die Regelung von Patenten und anderen rechtlichen Vorgaben behandelt.

Vielleicht sei es sogar gut, dass Microsoft diese Patentlizenz nun vergeben habe, so Stallman weiter. Denn erst dadurch habe die Free Software Foundation (FSF) erkannt, dass auch die GPLv3 den Pakt nicht unterbunden hätte. Nun aber könne man noch an der neuen Version der Lizenz feilen, so dass diese bei Erscheinen ähnliche Verträge in jedem Fall verbieten werde. FSF-Justiziar Eben Moglen hatte eben dies bereits zuvor angekündigt. Derzeit sehe der Entwurf der GPLv3 vor, dass eine Patentlizenz in jedem Fall auch die Anwender schützen müsse. Dies sei aber noch zu vage formuliert, man werde stattdessen eine Reihe von Methoden hierfür anbieten. In jedem Fall müsse jeder Nutzer einer Software vor Patentklagen geschützt sein, wenn eine Partei von einem Patentabkommen profitiert. Die genaue Formulierung stehe aber noch nicht fest.

In einem Interview mit Computerworld wollte sich Novells CEO Ron Hovsepian indes nicht zu der GPLv3 äußern. Diese sei noch in Arbeit und man müsse abwarten, was geschieht.

Im Rahmen der gegenseitigen Patentlizenzierung verspricht Microsoft, Nutzer von Suse Linux Enterprise nicht zu verklagen, selbst wenn enthaltene Software Microsofts Patente verletzt. Im Vordergrund stehen dabei vor allem Mono, OpenOffice.org und Samba.


kressevadder 30. Nov 2006

Dieser Thread ist Gold wert. Keine Sau blickt was, keiner hat ne Ahnung wies nun richtig...

Frickler 30. Nov 2006

Das ist Novells/Microsofts Problem, aber nicht das der FSF Das ist nicht das Problem der...

Frickler 30. Nov 2006

Das ist den Jungs bei der FSF auch bewußt. Es geht darum, daß kein Geschacher losgeht...

Frickler 30. Nov 2006

Dein Vorposter schrieb, es heißt EIGENTLICH GNU/Linux. Wow. Ich dagegen benutze debian...

hmhmhm 30. Nov 2006

OK; dann ist aber das nächste Problem, das z.B. Novell keine Verträge mit MS machen...

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