Novell gibt Hula auf

Community soll Weiterentwicklung übernehmen

Anfang 2005 gab Novell den E-Mail- und Kalender-Server NetMail unter dem Namen Hula mit viel Tamtam als Open Source frei. Nun aber zieht sich Novell aus der Entwicklung zurück und sucht jemanden, der das Projekt künftig leitet. Man sehe keine Chancen für Hula am Markt, die weitere Investitionen rechtfertigen würden, so Novell.

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"Die Zusammenfassung ist, Novell hat niemanden mehr, der Vollzeit an Hula arbeitet", schrieb Peter Teichman von Novell an die Hula-Mailingliste. Damit seien die in letzter Zeit häufiger aufgetauchten Fragen über den Status des Projektes beantwortet. Das Entwicklungs-Team habe sich einige Zeit mit dem aktuellen Stand des Projektes und mit seinen Marktchancen beschäftigt und sei zu dem Entschluss gekommen, dass die Arbeit an dem E-Mail- und Kalender-Server nicht länger zu rechtfertigen sei.

Hula sei definitiv interessant und auch Novell werde sich weiter an der Entwicklung beteiligen. Letztlich solle jedoch jemand aus der Community die Projektleitung übernehmen. Die Entwickler selbst seien Novell nicht böse, es sei zwar eine schwere Entscheidung gewesen, die aber gemeinsam mit ihnen getroffen wurde. Letztlich befinde sich Hula in einem guten Punkt und man sei nur noch wenige Monate von einer Version 1.0 entfernt, die auch die neue Oberfläche "Dragonfly" enthalte.

Der beste Weg für Hula ist laut Teichman nun, das Webinterface mit anderen Mail-Servern lauffähig zu bekommen. Denn die Oberfläche sei der interessanteste Teil der Arbeit gewesen. Durch eine Integration in bestehende Mail-Systeme ließe sich Hula verbreiten. Zwar sei der in Hula enthaltene Server sehr gut, doch fast jede Firma, mit der Novell gesprochen habe, hätte bereits eine E-Mail-Infrastruktur besessen. Der Einsatz von Hula hätte also eine Verdopplung der vorhandenen Dienste bedeutet.

Das Hula-Projekt entstand Anfang 2005, als Novell sein Produkt NetMail als Open Source veröffentlichte. Es umfasst unter anderem einen E-Mail-Client samt Kalenderfunktion und Adressbuch. Der Hula-Server setzt auf offene Standards wie SMTP, IMAP, iCalender und CalDAV. Das Projekt wurde unter der GNU Lesser General Public License (LGPL) und der Mozilla Public License (MPL) veröffentlicht.


Anonymous 29. Nov 2006

Wenn das Produkt Groupwise gewesen wäre ja, aber Hula ist und war keine Konkurrenz zu...

microsoftuserfo... 29. Nov 2006

... aber soweit ist es (noch) nicht.

@ 29. Nov 2006

C-Code ist und war *nie* objektorientiert - und das wird auch so bleiben. Ausserdem hat...

hulachecker 29. Nov 2006

macht die Sache aber auch nicht wirklich besser...

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