Forderungen nach Verbot von Killerspielen werden lauter
Parteien-Streit über Verbot von Killerspielen
Fast schon reflexartig wird nach dem Überfall auf eine Schule in Emsdetten über das Thema Killerspiele diskutiert und entsprechende Verbote gefordert, vor allem aus den Reihen der Innenpolitiker. Neu ist die Diskussion keineswegs.
Führende Unions-Politiker haben sich angesichts der Schießerei in einer Schule in Nordrhein-Westfalen für ein konsequenteres Vorgehen gegen Gewalt verherrlichende Computerspiele ausgesprochen. "Sollte sich tatsächlich herausstellen, dass der 18-jährige Täter sich über einen längeren Zeitraum und intensiv mit so genannten Killerspielen beschäftigt hat, müsste der Gesetzgeber nun endlich handeln", sagte CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach der Netzeitung.
Der CDU-Innenexperte verwies auch auf einschlägige wissenschaftliche Untersuchungen, wonach die "intensive Beschäftigung mit Killerspielen zumindest bei einem Teil der Jugendlichen Besorgnis erregende Folgen" habe. Auf welche Studien sich Bosbach bezieht, bleibt dabei offen. Die Studien zu diesem Thema liefern zum Teil sehr kontroverse Ergebnisse.
"Das Sinken von Hemmschwellen und die Bereitschaft, in der Realität Gewalt anzuwenden, kann deutlich ansteigen", sagte Bosbach. Er plädiere daher für eine Verschärfung des Jugendschutzes: "Wir brauchen einen wirksamen Jugend-Medienschutz, aber keine Killerspiele, die zur Verrohung führen können", sagte er. "Die Innenministerkonferenz beschäftigt sich schon seit langem damit, und es wäre gut, wenn Bund und Länder möglichst rasch das Thema behandeln würden."
Allerdings ist die Verbreitung Gewalt verherrlichender Spiele in Deutschland laut § 131 StGB schon heute verboten. Alle anderen Spiele werden durch die USK geprüft und ggf. mit einer Altersfreigabe versehen. Jugendgefährdende Spiele erhalten laut USK ebenfalls kein Kennzeichen. Dabei handelt es sich um Inhalte, die Erwachsenen zugänglich sein können, die Kinder und Jugendliche aber nicht sehen oder haben sollen. Dazu hat der Gesetzgeber das Instrument der Indizierung durch die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) geschaffen. Die Alterskennzeichnung obliegt den obersten Jugendbehörden und damit letztendlich in staatlicher Hand, wenn auch nicht in der Hand der Innenbehörden.
Durch dieses System kommen einige Spiele hier zu Lande gar nicht auf den Markt, andere nur in zum Teil stark veränderter Version.
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Und das werden auch die einzigen 'sauberen' Spiele sein, die bleiben duerfen.
Professor und Director of Comparative Studies am Massachusetts Institute of Technology...
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Wer Mario Bros spielt ist dann logischer weise ein Tierquäler. Die Regierung hat doch...
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