Anzeige

Quaero - Politiker sorgen sich um Google-Konkurrent

Bündnis 90/Die Grünen haben Zweifel an Quaero-Ausschreibung

Das deutsch-französische Suchmaschinenprojekt "Quaero" soll ein europäischer Konkurrent zum übermächtigen US-Dienst Google werden. Nach dem Ausstieg der Telekom geriet das Projekt allerdings in Zeitverzug und Bündnis 90/Die Grünen befürchten nun, dass mit dem Einstieg von Bertelsmann die Weichen falsch gestellt worden sein könnten.

Anzeige

Quaero wurde anlässlich des deutsch-französischen Ministerrates im April 2005 zwischen dem französischen Staatspräsidenten Jacques Chirac und dem damaligen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) als gemeinsames technologiepolitisches Projekt vereinbart. Es verbindet einzelne Projekte beider Länder und soll den Zugang, die Verteilung und Nutzung des online verfügbaren Wissens verbessern und für die Nutzer freundlicher gestalten. Auf Basis von Quaero sollen Produkte und Dienste für die wirtschaftliche Nutzung des Internets entwickelt werden, die sowohl Privatpersonen als auch Unternehmen anwenden können.

In einer so genannten "Kleine Anfrage" der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen wollen die Abgeordneten nun wissen, weshalb es keine öffentliche Ausschreibung gab, auf die sich Unternehmen zur Beteiligung an "Quaero" bewerben konnten. Die Regierung soll sagen, welche Kriterien sie bei der Auswahl der am Projekt beteiligten Unternehmen angelegt hat und weshalb die Federführung des Konsortiums - nach dem Ausstieg der Telekom - bei der Bertelsmann-Tochter Empolis GmbH liege, "einem Unternehmen, das bisher nicht mit Suchmaschinen gearbeitet habe." Die Fraktion will ferner erfahren, unter welchen Gesichtspunkten die beteiligten Hochschulen ausgewählt worden sind.

Suchmaschinen-Experten hatten bereits kurz nach dem Start des Projekts die Erwartungen an schnelle Ergebnisse bei der Quaero-Entwicklung gedämpft. Mehrere Jahre würde es dauern, sofern genug Geld zur Verfügung gestellt werde. Es fehle zum Beispiel an Erfahrung mit verteilter Suchmaschinen-Software auf zehntausenden von Rechnern. "Das können in Deutschland und Europa derzeit weder Großkonzerne noch Forschungseinrichtungen", sagte Suchmaschinen-Experte Wolfgang Sander-Beuermann von der Universität Hannover im Januar 2006 der Golem-Schwesterpublikation Netzeitung.

So müssten Regierung, Unternehmen und Experten der Universitäten zusammenarbeiten - viel Zeit für Experimente bleibt Sander-Beuermann zufolge nicht: Das Projekt sei die "einzige und letzte Chance" für Europa, dem Monopol der US-Konzerne bei den Suchtechnologien etwas entgegenzusetzen. Ob die Bertelsmann-Tochter Empolis ihren Teil dazu beitragen kann oder ob Quaero letztlich zum Milliardengrab wird, bleibt abzuwarten.


eye home zur Startseite
Dirk74 21. Nov 2006

Wobei ich Exalead.de als bisherigen Zwischenstand nichtmal so schlecht finde.

Birdy 21. Nov 2006

Und ich dachte, Google's Knoten durchackern deren DB genauso "eigenständig"... Zumindest...

donotdisturb 21. Nov 2006

Mich wurde interessieren, ob du dich schon mit Distrubuted Information-Retrieval...

Birdy 21. Nov 2006

Und wo findet nun so viel mehr Kommunikation statt, wenn du die 10 Ergebnisse nicht von...

donotdisturb 21. Nov 2006

Alles schön und gut. Nur die Antwort-Zeiten machen dieses System für Internt-Suche...

Kommentieren


tentatives verlinken / 20. Nov 2006

quaero



Anzeige

  1. Softwareentwickler (m/w) Java/C#
    D.O.M. Datenverarbeitung GmbH, Nürnberg
  2. Junior Softwareentwickler Java (m/w)
    T-Systems on site services GmbH, Nürnberg
  3. Java Software-Entwickler (m/w)
    Clausohm-Software GmbH, Neverin, Berlin, Aachen
  4. Mitarbeiter (m/w) 1st Level Support
    Kaufland Logistik Möckmühl, Möckmühl

Detailsuche



Anzeige

Folgen Sie uns
       


  1. Radeon RX 480

    AMDs 200-Dollar-Polaris-Grafikkarte liefert über 5 Teraflops

  2. Ultra Compact Network

    Nokia baut LTE-Station als Rucksacklösung

  3. Juniper EX2300-C-12T/P

    Kompakt, lüfterlos und mit 124 Watt Powerbudget

  4. Vorratsdatenspeicherung

    Alarm im VDS-Tresor

  5. Be Quiet Silent Loop

    Sei leise, Wasserkühlung!

  6. Kryptowährung

    Australische Behörden versteigern beschlagnahmte Bitcoins

  7. ZUK Z2

    Android-Smartphone mit Snapdragon 820 für 245 Euro

  8. Zenbook 3 im Hands on

    Kleiner, leichter und schneller als das Macbook

  9. Autokauf

    Landgericht Köln entdeckt, dass SMS sich löschen lassen

  10. Toughpad FZ-B2 Mk 2

    Panasonic zeigt neues Full-Ruggedized-Tablet mit Android



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Doom im Test: Die beste blöde Ballerorgie
Doom im Test
Die beste blöde Ballerorgie
  1. Doom im Technik-Test Im Nightmare-Mode erzittert die Grafikkarte
  2. id Software Doom wird Vulkan unterstützen
  3. Id Software PC-Spieler müssen 45 GByte von Steam laden

Darknet: Die gefährlichen Anonymitätstipps der Drogenhändler
Darknet
Die gefährlichen Anonymitätstipps der Drogenhändler
  1. Privatsphäre 1 Million Menschen nutzen Facebook über Tor
  2. Security Tor-Nutzer über Mausrad identifizieren

Privacy-Boxen im Test: Trügerische Privatheit
Privacy-Boxen im Test
Trügerische Privatheit
  1. Fehler in Blogsystem 200.000 Zugangsdaten von SZ-Magazin kopiert
  2. Überwachung Aufregung um Intermediate-Zertifikat für Bluecoat
  3. IT-Sicherheit SWIFT-Hack vermutlich größer als bislang angenommen

  1. Re: ja die gtx

    Algo | 05:25

  2. Re: Und da schiesst sich die AFD auf Boateng ein

    Hardcoreler | 05:25

  3. Re: was nützs, wenn darauf windows läuft?

    The_Soap92 | 05:23

  4. Re: Wird auch Zeit...

    kvoram | 04:55

  5. Re: nur helligkeit und blinken (hinten) zählt

    kvoram | 04:51


  1. 04:23

  2. 19:26

  3. 18:41

  4. 18:36

  5. 18:16

  6. 18:11

  7. 17:31

  8. 17:26


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel