Fedora-Projekt steht vor Umstrukturierung

Beteiligung an Entwicklung soll einfacher werden

Red Hats freies Community-Projekt Fedora wurde 2003 gegründet, als sich der Linux-Distributor entschloss, keine Box-Versionen für Privatanwender mehr auszuliefern. Seitdem erscheint Fedora Core in einem halbjährlichen Rhythmus, doch nun wird das Projekt umstrukturiert. Ziel dabei ist unter anderem, dass sich externe Entwickler leichter beteiligen können.

Anzeige

Beim Fedora Summit berieten einige Kernentwickler persönlich mit anderen, über IRC und Telefon zugeschalteten Programmierern über die Zukunft des Projektes. Anfang November hatte bereits Thorsten Leemhuis die Probleme des Projektes beleuchtet und auch Max Spevack widmete sich dem Zustand des Projektes.

Noch stehen die endgültigen Pläne nicht fest, doch zumindest die Vorgehensweise für die nächste Zeit wurde beratschlagt. So sollen alle bisher unter dem Namen Fedora Core entwickelten Pakete an das Fedora-Extras-Projekt überführt werden, das von der Community betreut wird und zusätzliche Pakete bereitstellt. Dadurch soll auch externen Entwicklern der Zugang erleichtert werden - bisher wurde die Kern-Distribution noch unter dem Dach von Red Hat betreut.

Im Zuge dieser Umstellung wird auch das Build-System geändert. Derzeit nutzen das Core- und das Extras-Projekt je ein eigenes System mit unterschiedlichen Funktionen. Aus beiden soll ein neues geschaffen werden, das alle vorhandenen Ansprüche befriedigt.

Weitere Änderungen soll es bei den so genannten "Secondary Architectures" geben. Während x86 sowie x86-64 die primären Architekturen bleiben, wird PPC unter Umständen zu einer zweitrangigen Architektur. Ein Fehler in dieser Distribution würde damit die Veröffentlichung der x86- und x86-64-Varianten nicht verzögern. Andere Portierungen, die derzeit alle extern erledigt werden, sollen enger mit dem Projekt zusammenarbeiten und auch dessen Namen tragen dürfen.

Der Support-Zeitraum könnte außerdem auf 13 Monate ausgedehnt werden. Dies würde den Nutzern also zwei neue Fedora-Versionen und einen Monat Übergangszeit zum Umstieg einräumen. Bisher kümmerte sich das Fedora-Legacy-Projekt nach Veröffentlichung einer neuen Fedora-Core-Version um Sicherheits-Updates für die alten Versionen. Aber auch Live-CDs wird es in Zukunft wohl direkt vom Fedora-Projekt geben. Obwohl es mit Kadischi schon länger ein Werkzeug zum Erstellen von Live-CDs auf Fedora-Basis gibt, bietet das Projekt selbst bisher keine offiziellen Images an.


Kommentieren




Anzeige

  1. Oracle RightNow Administrator (m/w)
    Media-Saturn E-Business Concepts & Services GmbH, Ingolstadt
  2. Projektleiter (m/w) Java
    USU AG, Bonn (Home-Office möglich)
  3. Entwickler (m/w) SAP WM / LES (Warehouse Management)
    PAUL HARTMANN AG, Heidenheim
  4. Business Intelligence Experte (m/w)
    Sparkassen Rating und Risikosysteme GmbH, Berlin

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. MPAA und RIAA

    Film- und Musikindustrie nutzte Megaupload intensiv

  2. F-Secure

    David Hasselhoff spricht auf der Re:publica in Berlin

  3. "Leicht zu verdauen"

    SAP bietet Ratenkauf und kündigt vereinfachte GUI an

  4. Test The Elder Scrolls Online

    Skyrim meets Standard-MMORPG

  5. AMD-Vize Lisa Su

    Geringe Chancen für 20-Nanometer-GPUs von AMD für 2014

  6. Bärbel Höhn

    Smartphone-Hersteller zu Diebstahl-Sperre zwingen

  7. Taxi-App

    Uber will trotz Verbot in weitere deutsche Städte

  8. First-Person-Walker

    Wie viel Gameplay braucht ein Spiel?

  9. Finanzierungsrunde

    Startup Airbnb ist zehn Milliarden US-Dollar wert

  10. Spähaffäre

    Snowden erklärt seine Frage an Putin



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
IMHO - Heartbleed und die Folgen: TLS entrümpeln
IMHO - Heartbleed und die Folgen
TLS entrümpeln

Die Spezifikation der TLS-Verschlüsselung ist ein Gemischtwarenladen aus exotischen Algorithmen und nie benötigten Erweiterungen. Es ist Zeit für eine große Entrümpelungsaktion.

  1. Bleichenbacher-Angriff TLS-Probleme in Java
  2. Revocation Zurückziehen von Zertifikaten bringt wenig
  3. TLS-Bibliotheken Fehler finden mit fehlerhaften Zertifikaten

Owncloud: Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk
Owncloud
Dropbox-Alternative fürs Heimnetzwerk

Kaputte Zertifikate durch Heartbleed und der NSA-Skandal: Es gibt genügend Gründe, seinen eigenen Cloud-Speicher einzurichten. Wir erklären mit Owncloud auf einem Raspberry Pi, wie das funktioniert.


Test LG L40: Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter
Test LG L40
Android 4.4.2 macht müde Smartphones munter

Mit dem L40 präsentiert LG eines der ersten Smartphones mit der aktuellen Android-Version 4.4.2, das unter 100 Euro kostet. Dank der Optimierungen von Kitkat überrascht die Leistung des kleinen Gerätes - und es dürfte nicht nur für Einsteiger interessant sein.

  1. LG G3 5,5-Zoll-Smartphone mit 1440p-Display und Kitkat
  2. LG L35 Smartphone mit Android 4.4 für 80 Euro
  3. Programmierbare LED-Lampe LG kündigt Alternative zur Philips Hue an

    •  / 
    Zum Artikel