Microsoft kauft für 240 Millionen US-Dollar Linux

Novell bezieht Stellung zum Pakt mit Microsoft

Novells Pakt mit Microsoft hat einige Fragen aufgeworfen, die Novell nun versucht, zumindest in Teilen zu beantworten. In einer Mitteilung an die US-Börsenaufsicht verrät das Unternehmen einige weitere Details zur Zusammenarbeit mit Microsoft und nimmt zudem zu einigen Fragen der Open-Source-Community Stellung.

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Die finanziellen Zusagen von Microsoft im Rahmen der Vereinbarung seien signifikant, erklärt Novell-Chef Ron Hovsepian. So zahlt Microsoft zunächst einmal 240 Millionen US-Dollar an Novell für Abonnements des Suse Linux Enterprise Server. Diese kann Microsoft selbst nutzen oder zur Laufzeit der Vereinbarung weitergeben bzw. verkaufen.

Zudem wird Microsoft in den nächsten fünf Jahren 60 Millionen US-Dollar für Marketing von Virtualisierungslösungen aus Windows und Linux ausgeben. Weitere 34 Millionen US-Dollar werde Microsoft in ein Vertriebsteam investieren, das kombinierte Lösungen aus Windows und Linux anbieten wird.

Die Zusammenarbeit werde Linux zu einer höheren Verbreitung im Regierungsbereich verhelfen, meint der Novell-Chef, der dabei wohl aber in erster Linie an das eigene Produkt denkt - denn Microsoft hat sich verpflichtet, innerhalb der nächsten drei Jahre mit keinem anderen Linux-Distributor eine Vereinbarung einzugehen, um die Verbreitung von Virtualisierungslösungen mit Linux und Windows zu fördern.

Auch bezüglich des Patentabkommens wird zunächst Geld in Richtung Novell fließen: Microsoft zahlt Novell zunächst einmal 108 Millionen US-Dollar, während Novell im Gegenzug über einen Zeitraum von fünf Jahren mindestens 40 Millionen an Microsoft zahlen wird, abhängig von der Verbreitung von Novells Open Platform Solutions und den Umsätzen mit dem Open Enterprise Server.

In Richtung der Open-Source-Community versucht Novell, die Wogen zu glätten: Das Abkommen mit Microsoft verstoße nicht gegen § 7 der GPL, was FSF-Justiziar Eben Moglen in die Diskussion einbrachte. Novell hält sich nach eigener Ansicht vollständig an die Bedingungen der GPL, auch die Zusammenarbeit sei entsprechend umgesetzt.

So erhalten Novells Kunden im Rahmen der Vereinbarung mit Microsoft eine direkte Zusage von Microsoft, dass sie nicht von dem Unternehmen verklagt werden. Novell selbst erhält keine Patentlizenz oder Zusage von Microsoft.


Honk 10. Sep 2008

Der Kernel ist GPL, da braucht MS nichts an Novell zu zahlen. Du bist echt ein...

miller 10. Sep 2008

Der Artikel entspricht tatsächlich BILD Niveau... Da findet man bessere Artikel: 240...

huahuahua 24. Nov 2006

Hast Recht, Novell-Lizenzen natürlich.

huahuahua 24. Nov 2006

Das Titelgirl kommt erst, wenn die Durchschnittsauflösung der Monitore bei 2048x1536...

leidender ITler 17. Nov 2006

Sorry aber Ihr seid echt peinlich, wenn Ihr ja alle so tolle Infos habt und so toll...

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Z! - Zeitgeist, Entwicklung, Technik / 13. Nov 2006

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Bennis Welt / 08. Nov 2006

240 Millionen US-Dollar Linux?



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