Neustart: SGI ist nicht mehr insolvent
Gläubigerschutz nach "Chapter 11" beendet
Nach knapp sechs Monaten ist SGI vorerst dem Aus entkommen. Der Insolvenzverwalter stimmte dem Sanierungsprogramm des Unternehmens zu, die Firma wurde bei Personal und Produkten stark verschlankt und durch zwei große Investment-Firmen mit frischem Kapital ausgestattet.
Bereits im November 2005 waren die Aktien des schlingernden Unternehmens an der New Yorker Börse vom Handel ausgesetzt worden, im Mai 2006 flüchtete SGI sich dann unter den Schutz des "Chapter 11". Mit dieser Regelung kann ein US-Unternehmen seine Geschäfte unter gerichtlicher Aufsicht weiterführen.
Die schon Ende 2005 begonnenen Restrukturierungsmaßnahmen haben nun den Insolvenzrichter überzeugt. Zwischenzeitlich hatte SGI 250 Mitarbeiter entlassen und sich auch von der bei Workstations schon legendären Kombination aus MIPS-Prozessor und Irix-Betriebssytem getrennt. In Zukunft setzt SGI nur noch auf Linux mit Intel-Prozessoren vom Typ Xeon und Itanium. Mit Letzterem ist auch Deutschlands derzeit schnellster Supercomputer "HLRB II" im Münchner "Leibniz Rechenzentrum" (LRZ) ausgestattet, der von SGI stammt.
Supercomputing soll auch künftig eines der Kerngeschäftsfelder von SGI bleiben. Dafür hat das Unternehmen einen neuen Vorstand eingesetzt, der mit dem Umbau neu eingesetzte CEO Dennis McKenna führt das Unternehmen weiter. Die laufenden Kosten konnte SGI im Zuge der Sanierung um jährlich 150 Millionen US-Dollar drücken. Das hat offenbar auch neue Anleger überzeugt: Unter Federführung der Investment-Bänker von Morgan Stanley und General Electric wird das Unternehmen entschuldet. Dabei sollen zunächst langfristige Kredite von den neuen Anlegern übernommen werden, zudem erhält SGI für den Neustart 115 Millionen US-Dollar an frischem Kapital.
Die Finanzierung ist aber an bestimmte, nicht näher genannte Auflagen gebunden, die laut SGI unter anderem an ein bestimmtes Verhältnis von Umsatz und den noch immer zu erwartenden Verlusten umfassen. Als Sicherheiten dient, so SGI, buchstäblich der gesamte Besitz der Firma.






microsoft muss sterben damit wir leben
Schon als ich den Namen gelesen hab dachte ich mir: ah ja, da wird wohl nur Gedöhns...
Ich finds lustig Aber du hast recht...
Cool den Troll vertrollt! Im Profibereich mit Linux... xD Mit SuSE.. so wie es IBM mach...
Kriegst'n Keks für den Aufsatz und ein Plus fuer die vielen tollen Fakten.
Kommentieren