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USA: Händler machen Druck wegen DVD- und CD-PreisenWal-Mart, Target und Co. fordern die Musik- und Filmindustrie heraus
Nach Wal-Mart hat nun laut eines Berichts von Video Business Online auch Target Kritik an den im Vergleich zu Kauf-DVDs niedrigen Preisen für kostenpflichtige Video-Downloads geäußert. Anders als in Deutschland sind selten DVD-Sonderangebote zu finden, die unter einen Wert von 10 Euro,- gehen. Stattdessen sind selbst gebrauchte DVDs recht hochpreisig. In einem Brief an die Filmstudios soll Target-Chef Gregg
Steinhafel einen fairen Wettbewerb zwischen DVD- und Download-Videos gefordert haben.
Downloads und DVDs sollten gleich viel kosten, andernfalls würden die Investitionen in das DVD-Geschäft "überdacht", zitiert das Magazin. Während Wal-Mart bereits an einem eigenen Download-Shop arbeite und sich bereits in Gesprächen mit Apple über eine iTunes-Partnerschaft befinden soll, ist dergleichen über Target noch nicht zu hören. Target verkauft online bisher DVDs über Amazon - während Amazon mit Unbox bereits einen eigenen Bereich für Bezahl-Downloads gestartet hat. Die Forderung nach gleich hohen Preisen erscheint aus Kundensicht wenig attraktiv, da mit der DVD bisher nicht nur eine höhere Videoqualität als bei den meist stark komprimierten und in der Auflösung beschränkten Video-Downloads geboten wird, sondern der Kunde bekommt auch noch DVD-Extras und eine Verpackung dazu. Nicht nur bei den DVD-, auch bei den CD-Preisen soll es in den USA Konfliktpotenzial geben: Wie das Magazin Rolling Stone berichtet, fordert Wal-Mart - die größte und damit einflussreichste US-Handelskette - von den Plattenlabeln eine CD-Preissenkung, um den Kunden regulär Musik-CDs für unter 10,- US-Dollar anbieten zu können. Und in der Regel bekomme Wal-Mart seine Wünsche durchgesetzt, so Rolling Stone; wer nicht spure, sehe seine Produkte aus den Regalen verschwinden, aus denen wöchentlich 138 Millionen bei Wal-Mart einkaufen würden. In den letzten zehn Jahren sei Wal-Mart heimlich zum größten US-Musikgeschäft aufgestiegen. Gemeinsam mit anderen Größen wie Best Buy und Target verkauft Wal-Mart bereits CDs für unter 10,- US-Dollar und damit unter Preis. Die Unternehmen hoffen, dass Kunden durch die Kampfpreise zu Käufen in anderen Produktgruppen animiert werden. Nun sei Wal-Mart nicht mehr bereit, Geld an CDs zu verlieren und fordere von der Musikindustrie eine entsprechende Preissenkung, um auch ohne Verlust bei unter 10,- US-Dollar bleiben zu können. Gegenüber dem Rolling Stone haben Vertreter der Musikindustrie Wal-Mart bereits Zugeständnisse gemacht und bereits einige populäre Alben für Wal-Marts 9,72-US-Dollar-Programm im Preis gesenkt. Man könne die Kunden nicht erreichen, wenn man nicht bei Wal-Mart stehe, zitiert das Magazin den Manager eines Plattenlabels. Fast 20 Prozent der gesamten Musik-CD-Verkäufe der USA sollen auf Wal-Mart entfallen. Das Tauziehen um die Preise werde jedoch weitergehen. (ck)
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