Anzeige

Geheime Datenübertragungen per Glasfaser

Neues Verfahren versteckt Nutzdaten im Rauschen

US-Wissenschaftler haben eine Methode entwickelt, um über Glasfaser-Verbindungen Daten zu übertragen, die nur sehr schwer abzufangen und zu entschlüsseln sind. Das Verfahren bedient sich dabei der optischen Eigenschaften der Glasfaser und nicht einer Kodierung durch Software.

Anzeige

Die eigentliche Verschlüsselung findet bei der Einspeisung des Signals in eine Glasfaser statt. Ein kurzer Lichtimpuls wird dabei von einem CDMA-Multiplexer umgewandelt. Mit diesem Verfahren, das auch bei einigen Mobilfunk-Standards wie UMTS zum Einsatz kommt, werden Daten gleichzeitig auf mehrere Freqenzbereiche verteilt übertragen.

Für die versteckten Übermittlungen per Glasfaser wird der gepulste Lichtstrom, der aus dem Multiplexer dringt, dann signaltechnisch gesehen in den Brechungen und im Streulicht in der Glasfaser versteckt. Die Nutzdaten liegen damit "unter" der regulären Übertragung, die Bandbreite der versteckten Daten ist jedoch recht gering.

Die versteckten Daten werden laut der Wissenschaftler auch über weite Strecken durch öffentliche Glasfasernetze, etwa Teile des Internets, zuverlässig übertragen, da sie in den regulären Daten des Netzes reisen. Damit werden die Informationen auch immer wieder verstärkt und können kaum gefiltert werden. Sicher ist das insbesondere, weil das geheime Signal selbst schon schwer zu entdecken ist, zudem müsste ein Angreifer über denselben CDMA-Multiplexer verfügen, um es genau entschlüsseln zu können.

Entwickelt haben das Verfahren Bernard Wu und Evgenii Narimanov an der US-Universität von Princeton. Die Details ihrer Forschungen hatten die beiden Wissenschaftler bereits in einem Artikel der Fachzeitschrift "Optics Express" veröffentlicht. Sie stellen die Ergebnisse auf der derzeit in New York stattfindenden Jahrestagung der "Optical Society of America" (OSA) erstmals einer breiten Öffentlichkeit vor.

Wie Wu gegenüber der OSA im Vorfeld sagte, ist die optische CDMA-Technologie noch so neu, dass er sich nicht vorstellen kann, dass Unternehmen oder Regierungen sie bereits einsetzen.


eye home zur Startseite
nemesis 13. Okt 2006

Wie gut das in Deutschland "FTTH" nicht für jeden Terroristen günstig zugänglich ist...

TurboPascal 12. Okt 2006

Sehr gute und richtige Beschreibung des Vorgangs. Jetzt allerdings einmal ein paar...

TurboPascal 12. Okt 2006

Die beschreibung ist wohl etwas falsch. Tatsächlich wird wohl ein spread-spektrum...

Fingerheber 12. Okt 2006

Ein ganz besonders qualifizierter Beitrag. Schon mal dran gedacht, daß auch jemand aus...

Quantenphysiker 12. Okt 2006

Schön gedacht , diletantisch entwickelt . Im Signalrauschen und anderen Stör...

Kommentieren



Anzeige

  1. Softwareentwickler Java / Webentwickler (m/w)
    syncpilot GmbH, Puchheim bei München
  2. IT-Application Manager (m/w)
    SARSTEDT AG & Co., Nümbrecht-Rommelsdorf
  3. Service Delivery Retail IT Projektleiter (m/w)
    Daimler AG, Böblingen
  4. Einkäufer IT (m/w) Workplace Services
    über HRM CONSULTING GmbH, Nürnberg

Detailsuche



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. Blu-rays zum Sonderpreis
    (u. a. Codename U.N.C.L.E 8,94€, Chappie 9,97€, San Andreas 9,99€, Skyfall 6,19€)
  2. VORBESTELLBAR: BÖHSE FÜR'S LEBEN [Blu-ray]
    36,99€
  3. VORBESTELLBAR: X-Men Apocalypse [Blu-ray]
    19,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Zcryptor

    Neue Ransomware verbreitet sich auch über USB-Sticks

  2. LTE-Nachfolger

    Huawei schließt praktische Tests für Zukunftsmobilfunk ab

  3. Beam

    Neues Modul für Raumstation klemmt

  4. IT-Sicherheit

    SWIFT-Hack vermutlich größer als bislang angenommen

  5. Windows 10

    Microsoft bringt verdoppelten Virenschutz

  6. Audience Network

    Facebook trackt auch Nichtnutzer für Werbezwecke

  7. Statt Fernsehen

    Ministerrat will europaweite 700-MHz-Freigabe für Breitband

  8. Gran Turismo Sport

    Ein Bündnis mit der Realität

  9. Fensens Parksensor

    Einparken mit dem Smartphone

  10. Telefónica

    Microsoft und Facebook bauen 160-TBit/s-Seekabel nach Europa



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
GPD XD im Test: Zwischen Nintendo 3DS und PS Vita ist noch Platz
GPD XD im Test
Zwischen Nintendo 3DS und PS Vita ist noch Platz
  1. Playstation 4 Rennstart für Gran Turismo Sport im November 2016
  2. Project Spark Microsoft stellt seinen Spieleeditor ein
  3. AMD Drei Konsolen-Chips für 2017 angekündigt

Intels Compute Stick im Test: Der mit dem Lüfter streamt (2)
Intels Compute Stick im Test
Der mit dem Lüfter streamt (2)
  1. Apple Store Apple darf keine Geschäfte in Indien eröffnen
  2. Prozessoren Intel soll in Deutschland Abbau von 350 Stellen planen
  3. HBM2 eSilicon zeigt 14LPP-Design mit High Bandwidth Memory

Xiaomi Mi5 im Test: Das fast perfekte Top-Smartphone
Xiaomi Mi5 im Test
Das fast perfekte Top-Smartphone
  1. Konkurrenz zu DJI Xiaomi mit Kampfpreis für Mi-Drohne
  2. YI 4K Xiaomi greift mit 4K-Actionkamera GoPro an

  1. Re: Gute Idee aus Verbrauchersicht

    Moe479 | 03:51

  2. Auslastung TAT-14

    Xilence | 03:46

  3. Re: Ist doch eh sinnlos...

    Neuro-Chef | 03:23

  4. Re: Schuld liegt nicht bei Facebook

    cpt.dirk | 03:11

  5. Re: "Mainstream"? "Modebegriff"? "Enfant...

    Neuro-Chef | 03:09


  1. 17:09

  2. 16:15

  3. 15:51

  4. 15:21

  5. 15:12

  6. 14:28

  7. 14:17

  8. 14:08


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel