Jugendschutz: USK kritisiert Innenminister von Niedersachsen

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"Die nicht altersgerechte Abgabe von gekennzeichneten Spielen ist eine Ordnungswidrigkeit mit einem hohen Bußgeldrisiko. Allerdings hat es seit Inkrafttreten des JuSchG, soweit uns bekannt, noch kein Verfahren wegen ordnungswidriger Abgabe von Spielen gegeben. Das ist bedauerlich. Alterskennzeichen hätten zweifellos größere Wirkung, wenn die Ordnungsbehörden Verstöße gegen das Gesetz ahnden würden. Ebenso stellt der Markt der Raubkopien und der illegalen Downloads ein großes Problem für den Jugendschutz dar. Hier könnte auch der Innenminister in seiner Zuständigkeit gegenüber Ordnungsbehörden bzw. Sicherheitsbehörden sehr viel für den Jugendschutz tun", kritisiert die USK ihrerseits.

Unter den demokratischen Rechtsstaaten der Welt hat Deutschland laut USK den verbindlichsten Jugendschutz. Viele Computerspiele würden auf Grund des durch die USK und durch die BPjM gestalteten Jugendschutzes gar nicht erst in die hiesigen Läden kommen, teilweise auch, weil auf eine Markteinführung hier zu Lande von vornherein verzichtet wird. Zudem werde in keinem anderen Land jedes Spiel vor Altersfreigabe durch ein Gremium unabhängiger Experten - bestehend aus Pädagogen, Eltern, Wissenschaftlern und Journalisten - begutachtet und bewertet.

Da die zusätzlichen jungen Tester mit erfahrenen Jugendschutzexperten zusammenarbeiten würden und ein zusätzliches Qualitätsmanagement greife, würde auch eine von Pfeiffer "behauptete Beeinträchtigung der Gremienentscheidung" ausgeschlossen. "Herr Prof. Pfeiffer hat die Einladung der USK, sich vor Ort ein Bild von der Arbeit in den Gremien zu machen, bisher leider nicht angenommen. Sonst hätte er beispielsweise sehen können, dass auch die Arbeit der Tester nachprüfbar dokumentiert ist und hätte sich vielleicht sachkundiger äußern können", so die USK.

"Wir sehen in den Äußerungen der Herrn Prof. Pfeiffer und Herrn Innenminister Schünemann mehr als nur eine Herabwürdigung dieses zu großen Teilen ehrenamtlichen Engagements. Die Wirkung solcher auf öffentliche Aufmerksamkeit statt Sachlichkeit zielenden Politik geht aber noch weiter: Sie bewirkt die Schwächung dessen, wofür sie vorgibt einzutreten: den Jugendschutz. Denn wieso sollten Handel, Eltern und Pädagogen einem System vertrauen und es unterstützen, das in der Öffentlichkeit als ungenügend gebrandmarkt wird? Wir hoffen, noch immer, dass die Diskussion wieder auf eine sachliche Grundlage zurückfindet und sich auf die klaren rechtlichen Regelungen bezieht, anstatt vermeintliche Erkenntnisse aus Forschungsvorhaben zu ziehen, die noch nicht einmal richtig begonnen wurden", mahnt die USK abschließend in ihrer Stellungnahme.

 Jugendschutz: USK kritisiert Innenminister von Niedersachsen

ThadMiller 08. Okt 2006

Also ich hab hier (ZUHAUSE) so ein Kampfmesser aus meiner Pfadfinderzeit rumliegen...

Denker 08. Okt 2006

Nettes Paradoxon ist auch: Messer mit feststehender Klinge dürfen maximal eine...

ThadMiller 27. Sep 2006

Du hast scheinbar nicht verstanden worum es bei der Unterhaltung zwischen rübezahl und...

DasOberGnu 27. Sep 2006

Dann darf man wohl zusammenfassen, dass Schünemann ein antidemokratischer, idiotischer...

graf porno 27. Sep 2006

Na lustig! Wenn man der Jugend heute schon nichts gescheites beibringt, dann wenigstens...

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