Schlagabtausch zwischen Oracle und SAP

Oracle meldet Rekordzahlen und schießt gegen den Konkurrenten

Ein Umsatzwachstum von 30 Prozent auf 3,6 Milliarden US-Dollar meldet Oracle für das erste Quartal 2006/2007. Oracle-Chef Larry Ellison schießt bei der Gelegenheit scharf gegen den Konkurrenten SAP, der sich seinerseits zur Wehr setzt.

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Im ersten Quartal 2007 erzielte Oracle einen Nettogewinn von 670 Millionen US-Dollar, ein Zuwachs von 29 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz bei Software lag bei 2,7 Milliarden US-Dollar, wobei Oracle 15 Prozent mehr neue Datenbank- und Middleware-Lizenzen verkaufen konnte. Bei den Applikationslizenzen legte Oracle sogar um 80 Prozent zu, während das Service-Geschäft um 33 Prozent auf 846 Millionen US-Dollar wuchs.

Damit habe Oracle seine Planzahlen übertroffen und neue Rekordzahlen vorgelegt, kommentiert Oracles Finanzchef Safra Catz das Ergebnis.

Einem anderen Thema nimmt sich derweil Oracle-Präsident Charles Phillips an: "Wir nehmen SAP rapide Marktanteile im Bereich der Applikationen ab". Oracles Wachstumsraten seien in diesem Bereich mit 80 Prozent im Vergleich zu SAP zehnmal höher. Was er dabei nicht sagt, ist, auf welchem Niveau dieses relative Wachstum stattfindet.

"Es scheint, als würde SAP seine Strategie überdenken, da sie Marktanteile an Oracle verlieren und Schwierigkeiten haben, ihre Applikationen auf eine moderne Service Oriented Architecture (SOA) zu überführen", meint Oracle-CEO Larry Ellison.

SAP habe gerade erst angekündigt, dass die nächste Version der SAP-Applikationen um zwei Jahre auf 2010 verschoben werden. Damit liege SAP zwei Jahre hinter Oracle zurück, schließlich plant Oracle, seine SOA-Fusion-Applikationen schon 2008 auszuliefern. SAP-Chef Kagermann habe sich zudem zu einer Akquisitionsstrategie geäußert, um das langsame Wachstum von SAP zu beschleunigen.

Bei SAP will man diesen Frontalangriff so nicht auf sich sitzen lassen. Ellison habe SAPs Produkt- und Akquisitionsstrategie vollkommen falsch dargestellt, so SAP-Vize-Präsident Bill Wohl in einer Presserklärung. SAP arbeite seit 2003 am Thema SOA und setze auf ein organisches Wachstum kombiniert mit strategischen Übernahmen. Während SAP schon heute SOA-Applikationen ausliefere, würde Oracles nächste Generation von Applikationen derzeit nur in PowerPoint existieren und nicht vor 2008 ausgeliefert werden.

Zudem stehe mit mySAP ERP 2005 ein "Weltklasse"-ERP-System zur Verfügung, das regelmäßig um neue Funktionen erweitert wird. Bis 2010 seien daher keine großen Updates notwendig. Oracle wirft er vor, mit seinen Aussagen zu den Fusion-Produkten inkonsistent und irreführend zu sein. Erst heiße es, man sei noch nicht einmal annähernd auf halben Wege, nur zwei Wochen später sei im Januar 2006 aber genau dies verkündet worden.


Trollo 21. Sep 2006

DER Kommentar, Alter!

Mr. X 21. Sep 2006

Scheinst ja ein ganz helles Kerlchen zu sein. Aber das Kommentar ist nicht aus einem...

Käsekuche 20. Sep 2006

Schlechtes Beispiel... rechnerisch wäre FCB auch noch in 15 Jahren Rekordmeister! Das...

Larry 20. Sep 2006

Lösung: Das Geschäftsjahr eines Unternehmens kann, aber muss nicht, gleich dem...

keinuser 20. Sep 2006

Oh Mann ... hört endlich auf die Bücher aus dem SAP-verlag zu lesen :-)

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