Linux-Anwendungen unter OpenSolaris

BrandZ in Suns Open-Source-Solaris

BrandZ ist ein Framework, das die Solaris-Zones erweitert. Mit der Zones-Virtualisierungstechnik lassen sich mehrere Instanzen des Betriebssystems auf einer Hardware ausführen. Während die Zonen eigentlich nur Solaris als Gast unterstützen, läuft mit BrandZ auch Linux innerhalb eines solchen Containers. Die Lösung wurde nun in den OpenSolaris-Kernel integriert.

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Die in OpenSolaris integrierte Zonen-Lösung erlaubt es, mehrere Instanzen des Betriebssystems auszuführen, um so isolierte Umgebungen zu erhalten. Dieses Konzept der Virtualisierung auf Betriebssystemebene wird beispielsweise unter FreeBSD mit den so genannten Jails umgesetzt, unter Linux bieten OpenVZ und VServer einen ähnlichen Ansatz.

BrandZ ist eine Erweiterung der Zonen, die nun in den offiziellen OpenSolaris-Kernel gelangt ist und somit in der nächsten stabilen Version enthalten sein wird. In BrandZ lassen sich beispielsweise Solaris-Umgebungen einrichten, in denen die Solaris- durch GNU-Werkzeuge ersetzt wurden. Aber auch komplette Linux-Installationen lassen sich so vornehmen.

Dabei liegt der Vorteil vor allem darin, dass sich Linux-Anwendungen nutzen lassen, von denen es keine Solaris-Version gibt. Jede der so genannten "Brands" bietet eine eigene Installationsroutine, um beliebige Software einzurichten. Außerdem können Pre- und Post-Bootskripte genutzt werden, um abschließende Konfigurationen durchzuführen.

Mit der lx-Brand wird es so beispielsweise möglich, unmodifizierte Linux-Anwendungen unter Solaris zu nutzen, indem eine komplette Linux-Umgebung innerhalb einer Zone läuft. Die lx-Brand an sich enthält jedoch noch keine Linux-Software, sondern nur die Werkzeuge, um CentOS oder Red Hat Enterprise Linux innerhalb einer Zone zu installieren und darin Linux-Software auf einem Computer auszuführen, der mit einem Solaris-Kernel läuft. Dies ist sowohl auf 32-Bit- als auch auf 64-Bit-Systemen möglich, es lassen sich allerdings nur 32-Bit-Linux-Anwendungen ausführen.

Wer nicht bis zu der nächsten Ausgabe des OpenSolaris-Kernels warten möchte, kann die Software auch direkt herunterladen. Eine Anleitung erklärt die zur Installation nötigen Schritte.


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