"Cash for Art" will neue Urheberabgaben

Interessenvereinigung fordert Vergütung für Internetfernsehen

In einer Pressemitteilung fordert die "Künstlerinitiative Cash for Art" den Gesetzgeber auf, "auch für andere Medientechnologien [...] klare Vergütungsregelungen in das neue Urheberrecht aufzunehmen". Davon verspricht man sich eine Verdopplung der Einnahmen "von heute 70 Millionen Euro jährlich auf dann rund 155 Millionen Euro", wie Anwältin und "Cash for Art"-Gründungsmitglied Ama Walton erklärt.

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Der Pressesprecher der Initiative, Achim von Michel von der Münchner PR-Agentur Wordup, sieht die Betreiber der Telekommunikationsnetze in der Pflicht: "Jeder, der durch die Bereitstellung von Weitersende-Infrastrukturen Umsätze mit urheberrechtlich geschützten Inhalten erwirtschaftet, muss die Urheber angemessen entlohnen."

Bisher würden für die Verbreitung von Inhalten via Satellit, DSL, Mobilfunk oder DVB-T keine Abgaben an die Verwertungsgesellschaften gezahlt, moniert Cash for Art auf ihrer Website. Dadurch würden den Künstlern jährlich rund 85 Millionen Euro "gerechterweise zu zahlende Abgaben" entgehen. Die Initiative sieht das "Kulturgut geistiges Eigentum" in Gefahr und setzt sich für dessen Rettung ein: "Ein starkes und zukunftsfähiges Urheberrecht, das die Interessen der geistigen Eigentümer auch in Zukunft optimal schützt, ist deshalb auch eine tragende Säule für die Wirtschaftskraft dieses Landes."

Das 'Manifest' von Cash for Art
Das 'Manifest' von Cash for Art

In diesem Sinne appelliert Cash for Art in einem "Manifest" an den Gesetzgeber, im Urheberrecht "eine 'technologieneutrale' Vergütungsregelung, die alle bestehenden und zukünftigen Medien-Übertragungswege gleichermaßen berücksichtigt", einzuführen.

Gegründet wurde Cash for Art, die sich selbst auf ihrer Website als "Initiative von Musikern, Komponisten, Schriftstellern, Filmschaffenden und anderen Produzenten geistigen Eigentums" bezeichnen, von Beratern, Managern, einer "Texterin", der Rechtsanwältin Ama Walton sowie dem Musiker und Label-Besitzer Michael Reinboth. Zur bisher recht kleinen Gruppe der öffentlich genannten Unterstützer gehören Künstler, Medienproduzenten, Verleger und andere Unternehmer bis hin zu Wissenschaftlern und Designern.

Die für die Öffentlichkeitsarbeit engagierte PR-Agentur Wordup betreut als weitere Kunden unter anderem das Europäische Patentamt, die GEMA, die Patentpool Innovations Management GmbH, die Verwertungsgesellschaft WORT und den Bayerischen Rundfunk. [von Robert A. Gehring]


timokrat 07. Sep 2006

Na, vielleicht hilft es am Anfang, sich erst einmal vertiefend mit dem Thema...

Nasenbär 06. Sep 2006

Das ist halt wie mit der Steuer. Der Solidaritätszuschlag, die Kopfpauschale bei...

Karl Radi 06. Sep 2006

muss zahlen. Ich kenne etliche Musiker die können mehr als 50 copyright geschützte Lieder...

dRafi 06. Sep 2006

Bühne frei für die Münchner PR-Agentur Wordup. Soll das alles jetzt Werbung für die PR...

Dribble X 06. Sep 2006

Ja, nur der Lehrer hat durch den Staat (die Bürger) einen konkreten Auftrag, etwas zu...

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