Omniglobe - Die Welt zu Gast in der Projektionskugel

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Omniglobe zeigt Meerestemperaturen
Omniglobe zeigt Meerestemperaturen
Damit die virtuelle Erde und eingeblendete Daten nicht nur beobachtet, sondern auch gedreht, vergrößert oder verändert werden können, soll das Omniglobe-System in Zukunft auch selbst als Eingabegerät dienen können. Zwar ist schon eine Steuerung per Tablett-PC möglich, doch ab Ende 2006 soll per Gestenerkennung mit Hilfe von drei Kameras eine unkomplizierte und direkte Bedienung per Handbewegungen und Fingerzeig möglich werden. Geplant, aber noch Zukunftsmusik ist eine berühungsempfindliche Oberfläche, die auf das Acrylglas aufgedampft werden soll.

Durch Projektion leicht verformte Pixel
Durch Projektion leicht verformte Pixel
Im Standfuß des demonstrierten Omniglobe arbeitet ein flüssiggekühlter DLP-Projektor aus Panasonics 7000er-Serie, der das vom Computer gelieferte Videomaterial mit einem speziellen Objektiv auf einen komplizierten Parabolspiegel strahlt. Dieser sorgt dafür, dass das Bild entzerrt auf der Innenseite der Acrylglaskugel erscheint. Am deutlichsten ist das Bild in der oberen Hälfte der Kugel, da dort auch der Spiegel sitzt.

Spaßanwendung - irgendwann soll das Auge den Beobachter anstarren
Spaßanwendung - irgendwann soll das Auge den Beobachter anstarren
Auf Grund der XGA-Auflösung des zum Einsatz kommenden Projektors ist das Bild aus der Nähe unscharf. Zudem geht dank des Spiegels Leuchtkraft verloren, so dass von den 7.000 ANSI-Lumen nur noch 600 bis 700 Lux übrig bleiben - ein Einsatz des Omniglobe im Außenbereich ist deshalb nicht sinnvoll. Das System ist eher für den Innenbereich mit kontrollierten Lichtverhältnissen gedacht. Das über mehrere Tage hinweg "kalt" geformte Acrylglas besteht zudem aus zwei zusammengesetzten Hälften, an deren Schnittstelle das Bild dunkler bzw. unterbrochen ist.

Omniglobe besteht aus zwei Acrylglas-Hälften
Omniglobe besteht aus zwei Acrylglas-Hälften
Eine höhere Lichtstärke und Auflösung sind zwar möglich, allerdings muss Globoccess dabei u.a. auf die Linsen, die Kühlung und die Größe der einzusetzenden Geräte achten - wegen der speziellen Optik werden zudem mehr Daten von Projektorherstellern benötigt, als manche bereit sind herauszurücken. Eine weitere Möglichkeit: Anstatt eines Projektors lassen sich auch je nach Größe des Omniglobe bis zu drei Projektoren einsetzen. Im größten Modell kommen derzeit zwei zum Einsatz.

Zu den potenziellen Kunden des in drei Größen - 80 cm, 1,50 m und 2 m Durchmesser - gefertigten Omniglobe zählen neben Museen oder Hotels auch Unternehmen, die ihre GPS-bestückten Schiffe, Lkws oder Flugzeuge im Blick behalten oder einfach nur repräsentativ zeigen wollen. Bisher wurde der Omniglobe nur ins Ausland verkauft, etwa in den USA oder Japan, nun geht es auch in Deutschland los. Preislich geht es bei 50.000 Euro für das 80-cm-Modell los, der 1,50-m-Omniglobe liegt bei 110.000 Euro und das 2-Meter-Modell bei 160.000 Euro. Einen großen Anteil am Preis haben vor allem die zum Einsatz kommenden Projektoren.

 Omniglobe - Die Welt zu Gast in der Projektionskugel

grosses_s 30. Jun 2006

Wieso habe ich dann im letzten Jahr den Strahl einer künstlerischen Installation...

Lars Peters 29. Jun 2006

Es gibt schon mögliche Laserprojektionen - zum Beispiel von Evans & Sutherland (http...

Lars Peters 29. Jun 2006

Hi ... in der Tat steht der Omniglobe bei uns im Atrium in Berlin - allerdings "nur...

Chris_W 29. Jun 2006

Im Atrium in Berlin (Friedrichstrasse, Richtung Leipziger).

Tech-Fasz 29. Jun 2006

Würde mich schon jetzt irre reizen, dieses Ding mal in Aktion zu erleben. Noch vor 100...

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