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Lulu.com: Publizieren für jedermann

Red-Hat-Gründer macht in Print-On-Demand

Bob Young, Mitbegründer und ehemaliger CEO des Linux-Distributors Red Hat, will es noch einmal wissen. Die von ihm 2002 ins Leben gerufene Internetplattform für Print-On-Demand-Publikationen "Lulu.com" ist seit April auch in Deutschland aktiv. Autoren können darüber ihre Werke auch in Kleinstauflage Gewinn bringend produzieren lassen.

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Die Idee hinter Lulu.com ist bestechend einfach: Autoren melden sich bei der Plattform an, laden ihre Werke in elektronischer Form hoch und bestimmen den Gewinn, den sie beim Verkauf erlösen wollen; den Rest übernimmt für sie Lulu.com.

Wenn ein potenzieller Leser bei Lulu auf ein interessantes Werk stößt, gibt er dafür eine Bestellung auf. Anschließend wird das Buch gedruckt, gebunden, verpackt und ausgeliefert - in alle Welt. Nach Zahlungseingang wird der Gewinn geteilt, wobei 80 Prozent an den Autor gehen und 20 Prozent an Lulu. Dabei behält der Autor alle Rechte an seinem Werk und kann sein Angebot jederzeit zurückziehen. Gegen Aufpreis von knapp 100 US-Dollar bietet Lulu auch Zugang zum Buchhandel.

Neben Büchern bietet Lulu auch die Produktion von Kalendern, Bildern, Audio- und Videomedien an. Noch überwiegen die Angebote aus dem englischsprachigen Raum, aber mit wachsendem Bekanntheitsgrad auch hier zu Lande wird sich das in absehbarer Zeit ändern. Das Interesse an einer solchen Plattform ist groß, wie die Wachstumszahlen zeigen. Bereits jetzt sind mehr als 50.000 Buchtitel verfügbar, wöchentlich kommen über 1.000 neue zum Angebot hinzu.

Nicht alle angebotenen Werke sind aktuell oder gar neu - auch Werke, deren Urheberrechte abgelaufen sind, werden angeboten. Für klassische Buchverlage würde sich der Druck oder Nachdruck einzelner Exemplare nicht lohnen. Die Herstellung- und Vertriebskosten überstiegen bei weitem die zu erzielenden Einnahmen. Im traditionellen Buchgeschäft fallen die überwiegenden Produktionskosten vor dem Verkauf des Werkes an. Anders bei Lulu.com: Erst, wenn sich ein Käufer gefunden hat, geht das Werk in Druck. Ein solches, an der aktuellen Nachfrage orientiertes Angebot ist in jedem Falle Ressourcen schonender.

Eine Garantie für den Verkaufserfolg des eigenen Werkes kann Lulu naturgemäß nicht geben. Nicht jedes der 3.383 angebotenen Bücher zu Religion, 1.898 zu Science Fiction/Fantasy oder 2.609 Kinderbücher wird vielleicht Leser finden. Auf der anderen Seite ist das Geschäftsrisiko internettypisch gering: Solange sich keine Leser finden, werden auch keine Bücher gedruckt.

Mit seinem Geschäftsmodell könnte Lulu.com eine Lücke füllen zwischen gänzlich kostenlosen Internetangeboten und den eher am Massengeschäft interessierten Verlagsangeboten. Wie die Verlage darauf reagieren werden, bleibt abzuwarten. Dem Erhalt und der Verbreitung von Wissen nützt es auf jeden Fall.

Was Lulu von anderen "Print-On-Demand"-Angeboten wie etwa Books on Demand unterscheidet, sind die Details. So gibt es weder eine Mindestauflage noch einen Minimalprofit: Wenn Autoren ganz auf Gewinn verzichten, bekommt Lulu auch keine Provision. Dann legt die Plattform den Schwerpunkt auf eine globale Produktions- und Vertriebskette, die möglichst ohne Buchläden auskommt. Damit entfallen die hohen Handelsspannen, die einen erheblichen Teil des Verkaufpreises eines Buches ausmachen. Und schließlich gibt es weder PR noch Marketing - darum müssen sich die Autoren selbst kümmern. [von Robert A. Gehring]


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Ulrike Beschow 20. Nov 2008

Hallo, ich habe einen Kalender für 2009 publiziert und wollte gerade eine Bestellung über...

Meckerbolzen 10. Okt 2006

.. und das outfit riecht verdammt stark nach amazon. hatten die lulumacher keine eigenen...

Sachsenmichel 02. Okt 2006

Gudden Doooch!

Sachsenmichel 02. Okt 2006

Gudden Doooch!

nonono 21. Sep 2006

Lulu ist aber kein Verlag sondern nur Printer. http://www.lulu.com/help/index.php?fSymbol...

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