Pirate Bay: USA drohten Schweden mit Sanktionen

Schwedische MPAA-Anwälte ließen Pirate-Bay-Betreiber per Detektiv beschatten

Der schwedische Justizminister Thomas Bodström hat sich nach der am 31. Mai 2006 erfolgten Razzia beim Provider des BitTorrent-Trackers The Pirate Bay einiges an Kritik anhören müssen. Unter anderem wurde die rechtliche Grundlage für die Aktion bezweifelt, die zudem nur auf Druck aus den USA stattgefunden haben soll. Dass die USA dem EU-Land Schweden sogar mit Handelssanktionen gedroht haben, erfuhr der schwedische Fernsehsender SVT nun vom Staatssekretär Dan Eliasson.

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Die angedrohten Handelssanktionen waren der Auslöser für die in Frage gestellte Razzia. Bereits seit längerem hatte die US-Filmindustrie in Vertretung durch die Motion Picture Association of America (MPAA) darauf gedrängt, dass Schweden den BitTorrent-Tracker Pirate Bay abschaltet, allerdings wies Dan Eliasson dies mit Hinweis auf Grund ausreichender rechtlicher Grundlagen im schwedischen Gesetz als nicht verfassungskonform zurück. Schließlich drohte die US-Regierung im Rahmen der WTO mit Handelssanktionen, wie SVT von Eliasson bestätigt bekommen hat. Der Druck auf die schwedische Justiz war demnach höher als zuerst angenommen.

Bei der Razzia hatte die schwedische Polizei nicht nur die Pirate-Bay-Server, sondern fast alle Server beschlagnahmt und damit unbeteiligte Unternehmen in Mitleidenschaft gezogen. Wie zu erwarten war, war Pirate Bay schon kurz nach der Beschlagnahmung der Server wieder online - erst auf Ausweich-Servern in den Niederlanden, dann wieder direkt vom alten schwedischen Provider aus. Bis jetzt haben die Aktionen die Popularität von Pirate Bay nur gestärkt, die Website hat laut der Betreiber mehr Zugriffe als je zuvor. Pirate Bay bietet zwar selbst keine unerlaubten Kopien an, referenziert als Verzeichnisdienst für BitTorrent-Downloads aber auf größtenteils fragwürdige Inhalte.

Eine weitere interessante Neuigkeit gibt es von den Betreibern von Pirate Bay, die im Auftrag der schwedischen MPAA-Anwälte mehrfach von Privatdetektiven beschattet worden sein sollen. "Es haut mich irgendwie um, so viel Aufmerksamkeit von meinen lieben Freunden bei der MPAA zu bekommen und es passt wirklich zu dem Bild, dass es sich bei ihnen um völlig Irre handelt (die schwedische Antipiratenpartei ist im Vergleich dazu ruhig, rational und fair!)", so "anakata" am 21. Juni 2006 im Pirate-Bay-eigenen Blog.


leo235 06. Jun 2007

Sondern sehr viel länger. Die Arbeitslosenzahlen sinken gerade wieder. Eine Umverteilung...

Leo235 06. Jun 2007

Irgendwer hatte geschrieben, dass ihn Afrikaner eben doch angehen. Dann würde mich mal...

Leo235 06. Jun 2007

Was ja nicht soooo schlimm wäre... Warum sollte man das verurteilen. Ich höre von meinen...

Sir Jective 26. Jul 2006

1 mit sternchen! ich bin auch nicht der ansicht, daß die alternative zum kapitalismus im...

Linke Sau 28. Jun 2006

antikapitalisten, die nordkorea deutschland vorziehen würden sind mir noch nicht...

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Kuroi Tenshi's darkness / 23. Jun 2006

Piraten an Bord mag die USA nicht

hochniveau: Das offizielle Blog der h8u.de Gemeinde / 22. Jun 2006

Die "AA"s drehen weiter am Rad

Jan Schejbal / 21. Jun 2006

Lobbyarbeit international

Zenzizenzizenzic Armee Fraktion / 21. Jun 2006

die USA als verlängerter Arm der MPAA



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