Linux-Kernel 2.6.17 mit neuen WLAN-Treibern

Suspend-to-Disk soll im Userspace ablaufen

Linux-Chefentwickler Linus Torvalds hat mit Version 2.6.17 nun eine neue, stabile Version des Linux-Kernels freigegeben. Dieser enthält nun einen freien Treiber für Broadcoms WLAN-Chipsets 43xx und einen Patch, um Suspend-to-Disk im Userspace ablaufen zu lassen. Außerdem unterstützt der neue Kernel Suns Niagara-Plattform.

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Vor allem für Nutzer von drahtlosen Netzwerken bringt der neue Kernel einige Verbesserungen mit: Nachdem nun SoftMAC in den Kernel aufgenommen wurde, konnten auch Treiber folgen, die dieses voraussetzen. SoftMac ergänzt das IEEE80211-Subsystem und implementiert einige Funktionen in Software, die teurere Chips direkt über die Hardware erledigen. Dies ist unter anderem Voraussetzung für Broadcoms Chipsets 43xx, deren durch Reverse Engineering entstandener Treiber nun Teil des offiziellen Kernels ist. Diese Chips kommen beispielsweise in Apples AirPort-Extreme-Karten von Apple und in Linksys' Routern zum Einsatz.

Der von Devicescape unter der GPL veröffentlichte WLAN-Stack ist noch kein Teil des neuen Kernels, soll aber in einer späteren Version aufgenommen werden. Derzeit portieren die Entwickler Treiber auf diesen neuen Stack, mit dem beispielsweise der Broadcom-Treiber auch WPA beherrschen wird. Dennoch wurden weitere WLAN-Treiber aktualisiert, darunter ipw2100 und ipw2200 für Intels Centrino-WLAN. Durch Änderungen am ipw2200-Modul benötigt der Treiber nun die zugehörige Firmware allerdings mindestens in Version 3.0.

Suspend-to-Disk funktioniert mit dem Linux-Kernel schon länger und lässt sich sowohl auf Laptops als auch auf Desktop-Rechnern einsetzen, um den aktuellen Zustand des Systems auf der Festplatte zu speichern. Leider funktioniert der bisher verwendete Code nicht auf jedem Computer, weshalb auch außerhalb des Kernels an alternativen Implementierungen gearbeitet wird. Mit dem "Swsusp3"-Patch wurde nun ein Patch aufgenommen, der einen Teil des Suspend-Prozesses in den Userspace verlagert und daher auch auf bisher nicht unterstützten Systemen funktionieren soll. Da der Code allerdings noch sehr frisch ist, wird er noch als experimentelle Funktion angesehen. Wer also Wert darauf legt, dass sein Computer auch wieder aufwacht, sollte Swsup3 mit Vorsicht genießen.

Der Multiple-Device-Treiber (MD), mit dem sich unter Linux Software-RAID-Arrays einrichten lassen, hatte zuletzt mit Kernel 2.6.15 einige wichtige Neuerungen bekommen. Mit Kernel 2.6.17 unterstützt der MD-Treiber nun auch das so genannte RAID-5-Reshaping. Damit kann man ein RAID-5-Array erweitern, ohne das Array neu anlegen und die zuvor gesicherten Daten wiederherstellen zu müssen. Das Array muss hierfür nicht einmal heruntergefahren werden. Dieser Vorgang ist allerdings schwierig, da sowohl die Daten als auch die Paritätsinformationen neu über das komplette Array verteilt werden müssen. Die neue MD-Version erledigt nicht nur diesen Vorgang, sondern kann dies auch dann machen, wenn noch Lese- und Schreibvorgänge erfolgen. Außerdem legt der Treiber Prüfpunkte an, so dass der Vorgang gegebenfalls wieder aufgenommen werden kann, falls er zwischendurch unterbrochen wurde.

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sumsi 21. Jun 2006

das hoffe ich sehr!

js (Golem.de) 20. Jun 2006

Okay, ich habe das mal etwas klarer rausgestellt. Der neue Kernel kommt mit einem neuen...

deto 20. Jun 2006

Warte am besten mal ein paar Tage ab, eventuell kannst du ihn über das Packetmanagement...

sumsi 20. Jun 2006

dumme frage: wird es für die 6er ubuntu ein upgrade auf diesen kernel geben oder muss ich...

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6c696e7578.de / 19. Jun 2006

Kernel 2.6.17 publiziert



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