Spieletest: Dreamfall - Mitreißendes Abenteuer

Dreamfall (PC)
Leider kommt die deutsche Sprachausgabe nicht an den deutlich stimmungsvolleren englischen Originalton heran. Sei es durch etwas andere Betonung bzw. Tonlage oder durch leicht falsch übersetzte Worte und Sätze. Mitunter wird die Bedeutung damit auch verfälscht, etwa wenn die Computernetze von Stark statt durch "Static" durch eine "Stasis" bedroht werden - obwohl eigentlich eher atmosphärische oder elektromagnetische Störungen gemeint sind. Der spannenden Geschichte setzt das zum Glück nur wenig zu. Schlecht ist der deutsche Ton nicht, er wird dem des Originals aber nicht ganz gerecht. Insofern ist es erfreulich, dass ein Umschalten möglich ist.

Dreamfall (PC)
Auf weniger Freude wird hingegen der Starforce-Kopierschutz von Dreamfall stoßen, der in Europa auf Geheiß des Publishers Micro Application eingesetzt wird. Dabei handelt es sich um die Version 3.0 von FrontLine, die in der Vergangenheit in die Kritik geraten ist und sich tief ins Windows-2000/XP-System eingräbt. Im Test machte der Kopierschutz bei Golem.de zwar keine Probleme, aber wer darauf verzichten will, dem bleibt wohl nur der Griff zur angeblich Starforce-freien US-Version von Dreamfall. Es gibt noch eine andere Möglichkeit, Dreamfall ohne Starforce-Kopierschutz spielen zu können: Seit 24. Mai 2006 kann das Spiel auch als Download über Funcoms Online-Shop oder über das zu IGN zählende Direct2Drive.com bezogen werden - dann steht allerdings ein 3,6-GByte-Download an.

Dreamfall (PC)
Als Systemvoraussetzungen für PC-Besitzer werden Windows 2000 oder XP, mindestens ein Prozessor der Pentium-4-Klasse ab 1,6 GHz, 256 MByte RAM und eine DirectX-9-Grafikkarte mit 64 MByte genannt. Wer in hohen Auflösungen mit Kantenglättung und allen Effekten spielen will, sollte deutlich mehr als die Mindestvoraussetzung vorweisen können. Ansonsten lässt sich das Spiel auch mit Onboard-Grafik spielen, wenn einige Ruckler und geringere Detailstufen verschmerzt werden können.
Dreamfall ist seit dem 23. Mai 2006 im Handel erhältlich. Die PC-Version kostet rund 45,- Euro, die Xbox-Variante 50,- Euro. Eine Xbox-360-Ausführung ist nicht geplant.
Fazit:
Longest-Journey-Vater Ragnar Tornquist hat es geschafft: Dreamfall ist ein Spiel geworden, auf das kein Adventure-Fan verzichten sollte, schon gar nicht, wenn der Vorgänger zu den persönlichen Favoriten gehört. Grafik, Sound und Handlung wurden zu einem schönen Gesamtwerk verwoben, das ganz nach Art eines Films Emotionen zu transportieren weiß. Dabei ist der Wechsel vom reinen Klick-Adventure zu einem Adventure mit Action-Einlagen zum Glück größtenteils gelungen; die vereinzelten Kampfszenen leiden etwas an der trägen Steuerung, lassen sich aber meist umgehen.
Die Entwickler haben zwar das Adventure-Genre nicht neu erfunden, ihr Spiel bietet aber alternative Lösungswege, Abwechslung und eine gesunde Prise Adrenalin. Dreamfall hat damit gute Chancen, zu einem Klassiker zu werden, ähnlich wie es bei "The Longest Journey" der Fall ist. Auch wenn Tornquist angibt, noch kein Dreamfall 2 zu planen, lässt das Ende der Geschichte doch auf eine Fortsetzung schließen - und hoffen. Es wäre schade, wenn es keine gäbe, denn die Geschichte um Zoe, April und Kian ist noch nicht zu Ende.







Ich finde, Carma hat Recht. Das nenn ich eine schöne Zusammenfassung von dem, was hier...
Nach dem studieren der Kommentare hier kann ich nur in mich gehen und mir denken "Bei...
Nach dem studieren der Kommentare hier kann ich nur in mich gehen und mir denken "Bei der...
Meine Meinung, ein Freund hat es mir kurz ausgeliehen, nach den ersten Szenen und der...
In meinen Augen eine gesunde Einstellung. Aber erzähl das mal einem neumodernen...
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