StreamCast Networks, das Unternehmen hinter der P2P-Software Morpheus, klagt gegen eBay und deren Tochter Skype sowie 21 weitere Unternehmen und will den weltweiten Vertrieb von Skype stoppen. Zudem fordert StreamCast Schadensersatz in Milliardenhöhe.
StreamCast stützt seine
Klage unter anderem auf den so genannten
RICO Act (Racketeer Influenced and Corrupt Organizations Act), der sich eigentlich auf organisierte Kriminalität bezieht. Bereits Ende März 2006 war eine entsprechende
Klage gegen Skype bekannt geworden, die StreamCast nun aber
nochmals erweitert hat.
Laut StreamCast-CEO Michael Weiss habe man dem Unternehmen die Rechte an Skype und FastTrack unter den Füßen weggezogen und zudem rund 28 Millionen Morpheus-Nutzer gestohlen. Er beschuldigt unter anderem die Kazaa- und Skype-Gründer Niklas Zennstrom sowie Janus Friis, die FastTrack-Technik in illegaler Weise entwendet zu haben. Morpheus sei zudem aus dem FastTrack-Netz ausgesperrt worden.
Zennstrom und Friis hätten davon durch
den Verkauf von Skype an eBay letztendlich erheblich profitiert. Vor diesem Hintergrund fordert StreamCast nicht nur einen weltweiten Stopp der Verbreitung von Skype, sondern auch Schadensersatz in Milliardenhöhe, ohne sich aber konkret auf eine Forderung festzulegen.
(ji)