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Hintertür in Open-XchangeVordefinierter Nutzer ermöglicht Angreifern Zugang
Die als Fehler gemeldete Sicherheitslücke befindet sich in der Initdatei, die verwendet wird, um die freie Variante der Groupware Open-Xchange an einen LDAP-Server anzubinden. Darin ist der Nutzer "Mailadmin" vordefiniert, der sich mit einem Standardpasswort anmelden kann, das in der betroffenen Datei im Klartext steht. Da zusätzlich /bin/bash als Shell eingetragen ist, erhält ein Angreifer
über diesen Account tatsächlich Zugang zu betroffenen Systemen.
Laut des Fehlerberichts kann sich ein Angreifer so zumindest auf einem angebundenen Cyrus-IMAP-Server anmelden. Sofern Open-Xchange mit LDAP zur Benutzerauthentifizierung über die unter Unix-Systemen verwendeten Pluggable Authentication Modules (PAM) zum Einsatz kommt, ist auch die Anmeldung an einer Shell möglich. Außerdem hat der Nutzer Mailadmin Zugriff auf die Groupware, wenngleich hier keine Knöpfe angezeigt werden. Ob der Nutzer in zukünftigen Versionen entfernt wird, ist nicht bekannt, daher sollten Administratoren das Passwort des Nutzers ändern oder seine Login-Shell auf /bin/false setzen. Wie Open-Xchange-Entwicklungsleiter Martin Kauss gegenüber Golem.de mitteilte, ist der Nutzer Mailadmin dafür gedacht, dass neue Nutzer ein Postfach auf dem IMAP-Server bekommen und neue Ordner angelegt werden können. Einige Administrations-Frontends nutzen demnach den Nutzer Mailadmin auch zur Anmeldung. Die Entwickler würden jedoch bereits daran arbeiten, dieses Prinzip zu ändern, so Kauss weiter. Dabei ist das Problem gar nicht so neu: Während es in vielen Anleitungen nicht erwähnt wird, weisen einige darauf hin, dass eine Standardinstallation nur für eine Testumgebung geeignet ist. Antworten auf den Fehlerbericht erklären auch bereits, wie man das Passwort durch ein verschlüsseltes ersetzen kann. Die kommerzielle Open-Xchange-Variante weist jedoch ausdrücklich auf das Vorhandensein des Nutzers hin und fordert den Administrator auf, das Passwort zu ändern. (js)
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