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Next10Years: Wie funktioniert Web2.0

Spam verhindern, Nutzer motivieren und damit auch noch Geld verdienen?

Wie können Nutzer dazu motiviert werden, selbst dauerhaft nützliche Inhalte zu kommerziellen Webangeboten beizutragen? Wie können die Anbieter deren Qualität sicherstellen und Spam verhindern? Und welche Geschäftsmodelle gibt es überhaupt, um mit Web2.0-Anwendungen Geld zu verdienen? Diese und ähnliche Fragen standen im Mittelpunkt der Konferenz "Next10Years", die am Donnerstag in Hamburg stattfand und von der Agentur SinnerSchrader organisiert wurde.

Viele Web2.0-Anwendungen leben davon, dass Nutzer selbst aktiv werden und Angebote mit Inhalten füllen. Ob Flickr, Plazes oder Weblogs: Wenn Nutzer nicht selbst dafür sorgen würden, dass dort interessante Texte, Bilder oder Bewertungen zu sehen sind, würden die Angebote schnell ihre Attraktivität verlieren. Der Unternehmensberater Andreas Weigend, der bei der Konferenz die Einführungsrede hielt, nannte das Konzept dementsprechend das "aal-Prinzip": andere arbeiten lassen.

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Doch wie kann garantiert werden, dass erstens genug Inhalte auf diese Art zustande kommen und diese zweitens auch so vertrauenswürdig sind, dass andere Nutzer sich darauf verlassen wollen? Diese Fragen spielen nicht nur bei Weblogs eine Rolle, sondern vor allem bei Systemen, die mit Kundenbewertungen ihr Geld verdienen. "Spam ist die größte Gefahr, das ist das, was wir alle fürchten", sagte dementsprechend Stephan Uhrenbacher, Gründer der Bewertungsplattform Qype, in der Nutzer für ihren Wohnort Dienstleistungen eintragen und bewerten können, etwa Restaurants oder Handwerksbetriebe.

Denn auch Qype sei nicht davor gefeit, dass Nutzer dort Bewertungen abgeben, weil sie sich einen finanziellen Vorteil davon versprechen. Wenn aber ein System komplett nutzerbezogen sei, werde es schwieriger, solche Praktiken anzuwenden. "Der Schlüssel dazu, Spam zu vermeiden, ist, dass der Nutzer selbst wichtiger ist als die Bewertung. Um dann noch zu spammen, müssten sie sich in Qype eine komplett falsche Spam-Identität aufbauen, weil es so auf Beziehungen basiert", erläuterte Uhrenbacher. Dadurch würden die Nutzer selbst zum Korrektiv. Ältere Websites, wie etwa für Produktbewertungen, hätten diese Beziehungen der Nutzer untereinander ausgeblendet, weshalb dann beispielsweise gekaufte Bewertungen Einzug halten konnten und die Anwender ihr Vertrauen verloren. Eine wichtige Regel bei Qype sei daher auch, dass Nutzer niemals eigene Angebote bewerten dürften.

Auf die Frage aus dem Publikum, ob die Nutzer, die die Beiträge liefern, nicht irgendwann fragen: "Was mache ich hier eigentlich? Ich arbeite hier kostenfrei für eine Plattform, die nur von meinen Beiträgen lebt", sagte Uhrenbacher, dass ein Bezahlmodell seiner Ansicht nach nicht funktionieren werde. "Wir haben uns auch überlegt, ob wir Beiträge durch bestimmte Anreizmodelle belohnen, aber dann hat man sofort das Problem, dass die meisten Einträge Müll sind. Alle schreiben dann nur noch die hochliquiden Beiträge." Die spannenden seien jedoch gerade dort, wo die Popularität nicht mehr so groß ist. Er selbst habe aber die Hoffnung, dass es ganz unterschiedliche Motivationen gebe, Beiträge zu liefern, etwa weil jemand gern Tipps gibt oder Aufmerksamkeit dafür bekommen möchte, dass er sich in einem Thema besonders gut auskennt. Außerdem dürfe man den gemeinschaftlichen Aspekt nicht unterschätzen, so Uhrenbacher: "Das ist alles kollektiv, man kann diskutieren, ob man etwas gut oder schlecht findet."

Next10Years: Wie funktioniert Web2.0 

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habam 04. Nov 2007

Hallo, web2.0 bietet neben unzähliger auftauchender meinungen wie "bringt ja nichts...

Socialweb Guide 02. Feb 2007

Um auf dem Laufenden zu bleiben kann man sich auf Socialweb-Guide eine Bild machen, in...

Sandra1 09. Jan 2007

Interessante Artikel zum Thema "Web2.0" und "Web2.0 Geschäftsmodelle" unter http...

m00n 16. Mai 2006

Tja das ist halt das übliche Problem wenn die ganzen BWLer wieder mit eurozeichen in den...

Haiko43 15. Mai 2006

Das ist ziemlich albern, da die meisten Leute ihre Seiten aus Spaß machen und nicht...


EDV - Ende der Vernunft / 12. Mai 2006



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