Anzeige

Urteil: Wikipedia darf Tron weiter beim Namen nennen

Berufung verworfen, Urteil rechtskräftig

Die freie Enzyklopädie Wikipedia darf den 1998 verstorbenen Hacker Tron auch weiterhin beim bürgerlichen Name nennen. Das Landgericht Berlin bestätigte ein entsprechendes Urteil des Amtsgerichts Charlottenburg und wies einen entsprechenden Berufungsantrag der Eltern von Tron zurück.

Anzeige

Im Streit um die Nennung des bürgerlichen Namens von Tron hatte das Amtsgericht Charlottenburg (Berlin) dem Verein "Wikimedia Deutschland - Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e.V." am 17. Januar 2006 mit einer einstweiligen Verfügung vorübergehend untersagt, von seiner Domain wikipedia.de auf die von der US-amerikanischen Wikimedia Foundation betriebene freie Enzyklopädie Wikipedia weiterzuleiten, solange dort der bürgerliche Name des Hackers genannt wird. Bereits einen Tag nach Zustellung des Beschlusses hatte das Amtsgericht Charlottenburg die Vollstreckung der Verfügung ausgesetzt und so eine Weiterleitung wieder möglich gemacht.

Nach einer mündlichen Verhandlung hob das Gericht am 9. Februar 2006 die Verfügung dann endgültig auf. Nach Überzeugung des Amtsgerichts verletzt die Nennung des Klarnamens nicht das postmortale Persönlichkeitsrecht von Tron und verletzt auch nicht das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Vaters, der den gleichen Nachnamen trägt.

Gegen die Entscheidung des Amtsgerichts hatten die Eltern Berufung eingelegt. Diese wurde nun von der Pressekammer des Landgerichts Berlin nach Aktenlage und ohne weitere Anhörung verworfen. "Das Gericht sah weder das postmortale Persönlichkeitsrecht von Tron noch das allgemeine Persönlichkeitsrecht der Eltern oder das informationelle Selbstbestimmungsrecht der Beteiligten verletzt. Unter jedem juristischen Aspekt ist damit geklärt, dass der Klarname genannt werden darf. Wir fühlen uns in unserer Rechtsauffassung absolut bestätigt, die wir von Anfang an vertreten hatten", so Wikimedia-Anwalt Thorsten Feldmann von der Berliner Kanzlei JBB Rechtsanwälte.

Die Entscheidung des Landgerichts Berlin ist rechtskräftig. Eine weitere Anfechtungsmöglichkeit gibt es nicht.


eye home zur Startseite
Himuralibima 15. Mai 2006

Indirekt: Nicht die Eltern selbst, die vom Internet augenscheinlich nichts verstehen. Es...

Janko Weber 14. Mai 2006

Ich habe gerade eben damit begonnen mir Informationen über diese Person einzuhohlen und...

Janko Weber 14. Mai 2006

Das war ein Scherz, oder? Ihr habt nicht wirklich geglaubt dass ich Tron kannte? Janko...

jajajaajjaaj 14. Mai 2006

...bloss die Klappe gehalten, wüsste kein Schwein wer dieser Verbrecher war. Tja. So...

HB 13. Mai 2006

Ähm nein. Du solltest dich informieren, was eine einstweilige Verfügung überhaupt ist...

Kommentieren



Anzeige

  1. Java Software-Entwickler (m/w)
    Clausohm-Software GmbH, Neverin, Berlin, Aachen
  2. Projektmanager / Berater (m/w)
    [bu:st] GmbH, München
  3. Senior Expert Portfolio Management (m/w)
    T-Systems International GmbH, Bonn, Darmstadt, Mülheim an der Ruhr
  4. Projektingenieur MES (m/w)
    Roche Diagnostics GmbH, Mannheim

Detailsuche



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. Gratis Intenso-Festplatte beim Kauf ausgewählter Sony Smart-TVs
  2. TIPP: Amazon-Sale
    (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)
  3. JETZT AUCH BEI CASEKING: HTC Vive VR-Brille
    899,90€

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Ultra Compact Network

    Nokia baut LTE-Station als Rucksacklösung

  2. Juniper EX2300-C-12T/P

    Kompakt, lüfterlos und mit 124 Watt Powerbudget

  3. Vorratsdatenspeicherung

    Alarm im VDS-Tresor

  4. Be Quiet Silent Loop

    Sei leise, Wasserkühlung!

  5. Kryptowährung

    Australische Behörden versteigern beschlagnahmte Bitcoins

  6. ZUK Z2

    Android-Smartphone mit Snapdragon 820 für 245 Euro

  7. Zenbook 3 im Hands on

    Kleiner, leichter und schneller als das Macbook

  8. Autokauf

    Landgericht Köln entdeckt, dass SMS sich löschen lassen

  9. Toughpad FZ-B2 Mk 2

    Panasonic zeigt neues Full-Ruggedized-Tablet mit Android

  10. Charm

    Samsungs Fitness-Tracker mit langer Laufzeit kostet 30 Euro



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
GPD XD im Test: Zwischen Nintendo 3DS und PS Vita ist noch Platz
GPD XD im Test
Zwischen Nintendo 3DS und PS Vita ist noch Platz
  1. Gran Turismo Sport Ein Bündnis mit der Realität
  2. Xbox Scorpio Schneller als Playstation Neo und mit Rift-Unterstützung
  3. AMD Drei Konsolen-Chips für 2017 angekündigt

Xperia X im Hands on: Sonys vorgetäuschte Oberklasse
Xperia X im Hands on
Sonys vorgetäuschte Oberklasse
  1. Die Woche im Video Die Schoko-Burger-Woche bei Golem.de - mmhhhh!
  2. Android 6.0 Ein großer Haufen Marshmallow für Samsung und Co.
  3. Google Android N erscheint auch für Nicht-Nexus-Smartphones

Oracle vs. Google: Wie man Geschworene am besten verwirrt
Oracle vs. Google
Wie man Geschworene am besten verwirrt
  1. Oracle-Anwältin nach Niederlage "Google hat die GPL getötet"
  2. Java-Rechtsstreit Oracle verliert gegen Google
  3. Oracle vs. Google Wie viel Fair Use steckt in 11.000 Codezeilen?

  1. Re: Nur noch Kompromisse

    User_x | 01:43

  2. Re: Die Lösung

    User_x | 01:40

  3. Re: Wen interessieren die AGB?

    Apfelbrot | 01:37

  4. Re: Erbärmlich

    User_x | 01:30

  5. Re: "..sichtlich genossen.."

    User_x | 01:28


  1. 19:26

  2. 18:41

  3. 18:36

  4. 18:16

  5. 18:11

  6. 17:31

  7. 17:26

  8. 16:48


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel