Nur 5 Prozent der Nutzer sind onlinesüchtig
Online-Kontakte für reales Leben nutzen statt verdammen
Die meisten Fans von Online-Spielen können nach einer Studie der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz trotz zahlreicher Vorwürfe, die mitunter auch in den Medien geäußert werden, zwischen virtueller und realer Welt unterscheiden. Nur fünf Prozent der Nutzer seien onlinespielsüchtig, die Hälfte von ihnen würde ihre Sucht auch selbst erkennen.
Dr. Udo Thiedeke von der Universität Mainz und seine Kollegen hatten insgesamt 10.000 Leute befragt und fanden nur wenige Süchtige: "Dies sind Menschen, die auch im realen Leben Probleme haben, Kontakte aufzubauen. Sie betrachten die Online-Welt als Ventil - auch, um Herrschaft auszuüben", so Thiedeke auf dem Treffpunkt Mediennachwuchs im Rahmen des Medientreffpunkts Mitteldeutschland.
Eine generelle Verteufelung lehnte Thiedeke ab: Viele würden ihre im Netz bei Online-Rollenspielen aufgebauten Kontakte in das echte Leben integrieren und träfen sich beispielsweise zu LAN-Partys. Selbst in anonymen Chatrooms, in denen die Teilnehmer unter Nicknames auftreten, herrschen soziale Regeln. "Auch das Online-Ich will gepflegt sein, sonst gehen meine Kontakte verloren und ich werde verbannt", so Thiedeke.
Im Rahmen der Diskussion auf dem Medientreffpunkt Mitteldeutschland verneinten alle Diskussionsteilnehmer, dass Online-Kontakte Freundschaften im wahren Leben ersetzen könnten. René Korte vom Peripheriehersteller Razer Europe sagte: "Leute, die vorher schon kontaktfreudig waren, werden auch künftig in Bars und Kneipen Kontakt aufnehmen." Aber es gebe einen nicht zu unterschätzenden Vorteil für Leute mit physischen oder psychischen Beeinträchtigungen, denen der erste Kontakt schwer falle.
"Im realen Leben zählt der erste Eindruck, online gibt es die Möglichkeit, nachzujustieren", sagte Thiedeke. Es seien aber nicht nur die Couchpotatoes und frustrierten Männer, die im Internet Abwechslung suchten. Mittlerweilse seien auch zahlreiche Frauen darunter.
Ibrahim Mazari (GIGA Digital Television) sprach sich gegen weitere Regulierungen aus und forderte stattdessen, die Medienkompetenz des Nachwuchses zu stärken. Dem stimmte auch Wilfried Just vom Jugendportal Lebensrausch zu: "Eine 100-prozentige Kontrolle kann man nicht haben und wird es nie geben".







Ist überhaupt das Wort "Sucht" gerechtfertigt? Denn wenn jemand in der Lage ist, das...
Daß man es Entscheidung nennt... auch wenn das Endergebnis unterm Strich das selbe ist...
..machen aber nichts dagegen. Wo ist da der Unterschied zum Nicht-Erkennen?
"What if I told you insane was working fifty hours a week in some office for fifty years...
Alkoholiker ist man doch auch schon, wenn man regelmäßig Alkohol zu sich nimmt. Also z.B...
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