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SGI erklärt sich für zahlungsunfähig

Restrukturierung in sechs Monaten

SGI hat in den USA Gläubigerschutz nach "Chapter 11" beantragt. Das Unternehmen sieht das als geplanten Schritt und hat nach eigenen Angaben bereits eine Vielzahl seiner Anleger von sich überzeugt.

Das "Chapter 11" stellt in den USA einen zeitlich befristeten Schutz vor Forderungen dar. Während ein Unternehmen sich dieser Regelung unterwirft, darf es seine Geschäfte unter gerichtlicher Aufsicht weiterführen, ähnlich einer vorläufigen Insolvenz in Deutschland. Zu dieser Maßnahme sah sich nun auch Silicon Graphics Inc. (SGI) gezwungen, nachdem bereits im November 2005 der Handel mit Aktien des Unternehmens an der New Yorker Börse ausgesetzt wurde.

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Wie SGI inzwischen mitteilte, hat man bereits seit diesem Zeitpunkt auf eine Sanierung hingearbeitet. So wurde mit Dennis McKenna ein neuer CEO eingesetzt, auch andere Topmanager wie der Finanzchef wurden ausgetauscht. SGI will zudem für das laufende Geschäftsjahr 100 Millionen Dollar Kosten einsparen und hat, unter anderem durch Entlassungen, ein weiteres Sparpaket von 50 Millionen Dollar angekündigt. Ingesamt will SGI unter Chapter 11 seine Schulden um 250 Millionen Dollar reduzieren.

Dazu sollen am Ende dieses Prozesses neue Aktien ausgegeben werden, SGI rechnet damit, das in sechs Monaten zu erreichen. Die alten Aktien verfallen dann, sind also keinen Cent mehr wert. Schon im Vorfeld des Chapter-11-Antrages hat SGI aber eigenen Angaben zufolge schon mit nicht genannten Anlegern gesprochen, welche ihre bisherigen Anteile im Wert von 70 Millionen US-Dollar umwandeln wollen. Zusätzlich erhalten diese "Retter" Optionen auf neue Aktien im Wert von 50 Millionen US-Dollar. Die Anleger sollen auch für den Ausgabewert der neuen Aktien garantieren - de facto dürfte sich SGI damit also voll in der Hand von Banken und Investment-Firmen befinden. Das zuständige Konkursgericht in New York muss diesem Sanierungsplan aber noch zustimmen.

Was durch die Garantien der Anleger wie ein geplanter Schritt aussieht, steht am Ende des langen Niedergangs von SGI. Das Unternehmen, das bis in die Mitte der 90er-Jahre als Spezialist für technisch-wissenschaftliche Visualierung und auch spektakuläre Computergrafik in Filmen bekannt war, geriet durch billige PC-Technologie zunehmend unter Druck. SGI versuchte das durch Intel-basierte Workstations aufzufangen, scheiterte aber unter anderem an der Chipsatz-Entwicklung. In den letzten Jahren konzentrierte man sich vor allem auf Supercomputer und stellte Ende 2004 kurzzeitig mit dem NASA-Rechner "Columbia" den schnellsten Rechner der Welt.

Die aktuellen Supercomputer der Altix-Serien von SGI arbeiten auf Basis von Intels Itanium und Itanium 2 und galten als Aushängeschild der Itanium-Architektur. Ob Intel bereit ist, SGI zu stützen, ist noch nicht bekannt.


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Graf X 09. Mai 2006

Ich habe da keinerlei Mitleid - seit 15 Jahren nutze ich SGI Technik für Modelling...

/dev/null 09. Mai 2006

Da müssen sie jetzt aber sehr gute Angebote machen. Jeder weiß, wenn sie es nicht...

OhgieWahn 09. Mai 2006

...denn ich kann nicht gerade behaupten, dass ich dieses Irix moegen wuerde. Eine Linux...

wizkid 08. Mai 2006

ich bin froh und gluecklich, das ich noch eine dieser edlen maschinen mein eigenen...

wizkid 08. Mai 2006

kommt ganz drauf an, wo man es einsetzt, auf sparc verzichte ich gern auf xfs, macht nur...


/* basquiat's lovely winter riot */ / 07. Sep 2006

Tod auf Raten

Dinge, Zeugs und Sachen / 08. Mai 2006

R.I.P. SGI



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