Interview: Ubuntu aus Dankbarkeit

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Golem.de: Obwohl Ubuntu enorm erfolgreich ist, muss es sich noch immer häufig Kritik von Seiten der Debian-Entwickler gefallen lassen.

Shuttleworth: Es gibt jetzt Millionen Leute, die ein Debian-basiertes System einsetzen, die vor zwei Jahren noch kein System auf Debian-Basis hatten. Sicherlich richten wir uns vor allem an eine spezielle Nutzerschicht und können Debian für diese optimieren. Aber wir sehen uns selbst als Teil des Debian-Universums. Wir arbeiten hart daran, dass alles, was wir machen, den Debian-Entwicklern unmittelbar zur Verfügung steht. Wenn wir ein geändertes Paket hochladen, sehen sie dies auch sofort, da wir unsere Patches jeden Tag veröffentlichen. Wir bemühen uns also, dass Debian unsere Arbeit einfach integrieren kann.

Gleichzeitig antworte ich allerdings nicht auf Forderungen, die Arbeit sowohl in Ubuntu als auch in Debian zu erledigen - das ist nicht möglich. Ich kann einem Debian-Maintainer nicht vorschreiben, was er mit seinem Paket zu machen hat und ehrlich gesagt möchte ich keinen Streit mit ihm. Wir machen Ubuntu zur besten Desktop- und Serverplattform, die wir erstellen können und dann veröffentlichen wir unsere gesamte Arbeit. Anschließend versuchen wir, mit den Debian-Entwicklern zusammenzuarbeiten, damit sie so viel unserer Arbeit integrieren können wie nur möglich.

Golem.de: Sie kommen aus Südafrika und arbeiten dort sehr an der Verbreitung freier Software. Wieso betrachten Sie Open Source als besonders wichtig für Länder wie Südafrika?

Shuttleworth: Einer der Gründe, warum ich heute hier in Wiesbaden sitze, einer der Gründe, warum ich im Weltall war, einer der Gründe, warum ich mich interessanter Projekte annehmen kann, ist die Existenz von Linux, Python und MySQL. Diese Projekte haben es mir als Geek, der in Kapstadt aufwuchs, ermöglicht, eine Webapplikation zu entwickeln, die mit den proprietären Produkten großer Firmen konkurrieren konnte. Ich konnte dies ohne Kapital und ohne eine große Organisation tun. Freie Software schafft faire Ausgangsbedingungen, durch die man auch ohne Geld und eine Firma im Hintergrund erfolgreich sein kann.

Ein Grund, warum ich Ubuntu gegründet habe, ist, dass diese Bedingungen auch in anderen Länder geschaffen werden sollten. In Ländern, in denen Talente sitzen, aber das Kapital fehlt. Ich denke, dass Open-Source-Software und eine Plattform wie Ubuntu einen wirklichen Unterschied machen, die Welt nicht nur verbessern, sondern auch spannender machen können. Ich hoffe, Ubuntu spielt dabei eine kleine Rolle und beschleunigt auch die Entwicklung neuer, aufregender Techniken.

Golem.de: Ubuntu aus Dankbarkeit?

Shuttleworth: Absolut. Wir geben gerade deshalb viel zurück an Debian, an Linux, an die Desktop-Umgebungen. Wir helfen vor allem den Desktop-Umgebungen, ihre Arbeit zu präsentieren und wollen dies in bestem Maße tun, um uns bei ihnen auch für ihre tolle Arbeit zu bedanken. Außerdem können wir die Zukunft der Desktop-Technik formen. Wir müssen nicht versuchen, Apple und Microsoft einzuholen, wir können die Führung übernehmen und die Zukunft selbst gestalten. Für mich ist es aber auch eine Investition, da ich glaube, dass wir mitbestimmen, wie sich der Desktop weiterentwickelt.

Golem.de: Was passiert in nächster Zeit in der Ubuntu-Community?

Shuttleworth: Ich kann nur verraten, dass wir in Kürze eine Zertifizierung eines großen Serverherstellers für Dapper Drake ankündigen können.

 Interview: Ubuntu aus Dankbarkeit

Trubadix 14. Mär 2007

Ich habe ein Lied über Trolle geschrieben. Soll ich es vorsingen?

MHK 18. Mai 2006

Ich finde Windows gut, sogar sehr gut. Jeden Tag einen oder mehr Rechner wieder neu für...

MHK 18. Mai 2006

Einige Zeit sind dann mind 4-5 Jahre. Die Version liegt jetzt schon bei 10. Da gibt es...

MHK 18. Mai 2006

Ja, dann müssen die Firmen das Geld noch einmal ausgeben, für richtige Software. Ich...

MHK 18. Mai 2006

Ich habe bei der Umstellung DOS auf Windows noch lange, bzw. noch Heute die...

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blog.arlandt.com / 08. Mai 2006

Auftrieb für Kubuntu



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