Interview: Ubuntu aus Dankbarkeit
Golem.de: Was gab denn den Ausschlag für die Kritik?
Shuttleworth: Es ging um ein paar spezielle Entwickler, die mit ihrer Rolle im Kubuntu-Projekt unzufrieden waren. Ich kann sie zwar verstehen und treffe mich auch noch mit ihnen persönlich, es ist für uns allerdings wichtig, dass sich Kubuntu als ganzes Projekt nach Ubuntus Zielen ausrichtet. Wir können einzelnen Entwicklern nicht gestatten, am Rande einen eigenen Entwicklungsprozess zu gestalten. Eine unserer Stärken ist, dass die Community sehr viel Einfluss hat. Es gibt Prozesse, in denen entschieden wird, was in Ubuntu gelangen soll und wo wir unsere Prioritäten setzen. Dabei können wir es nicht zulassen, dass einzelne Entwickler diese Prozesse für ihre Interessen nutzen. Wenn dann jemand beginnt, seine eigene Webseite online zu stellen und den Traffic zu sich umleitet, müssen wir reagieren: Wir haben unsere Entscheidungsprozesse innerhalb der Community und wenn jemand ein Problem damit hat, müssen wir es gemeinsam klären. Aber es geht nicht, dass jemand einen Prozess übernimmt und Canonical damit zu seiner Geisel macht.
Golem.de: Sie sind sehr an der Nutzung und Verbreitung von freier Software interessiert. Nun setzt Ubuntu aber Launchpad.net sehr intensiv ein, um Entwicklungsprozesse zu koordinieren. Dabei handelt es sich nur teilweise um freie Software, wie passt das zusammen?
Shuttleworth: Das ist richtig, aber wir unterscheiden zwischen Ubuntu, dem Projekt, und Canonical, der Firma. Bei Ubuntu haben wir sehr klare Richtlinien, so dass nur freie Software in Ubuntu gelangt. Allerdings liefern wir proprietäre Treiber aus. Denn wir glauben, dass vorhandene Hardwareunterstützung die Leute dazu bringt, freie Software auszuprobieren und für uns ist es wichtig, freie Software auf dem Desktop zu verbreiten. Ansonsten umfasst Ubuntu nur freie Software und auch alle Teile von Launchpad, die auf die CD gelangen, sind Open Source.
Launchpad selbst hat viele verschiedene Funktionen und die meisten davon haben mit den Diensten zu tun, die Canonical anderen Firmen anbietet. Also beispielsweise Support und Distributionsverwaltung, denn es gibt eine steigende Nachfrage nach individuellen Ubuntu-Versionen. Diese Funktionen bieten wir Firmen über Launchpad an und öffnen diese Teile daher nicht. Wir geben aber auch etwas von Launchpad frei wie Teile des Übersetzungssystems. Zu anderen Projekten wie PostgreSQL und SQLObject haben wir ebenfalls etwas beigetragen. Die einzigen Teile, die proprietär bleiben, sind also Komponenten, die eine strategische Bedeutung für Canonical haben. Der Rest wird als Open Source freigegeben.






Ich habe ein Lied über Trolle geschrieben. Soll ich es vorsingen?
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Einige Zeit sind dann mind 4-5 Jahre. Die Version liegt jetzt schon bei 10. Da gibt es...
Ja, dann müssen die Firmen das Geld noch einmal ausgeben, für richtige Software. Ich...
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