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Internetzensur: UN wollen keinen Druck auf China ausüben

Golem.de im Gespräch mit Nitin Desai, Berater von UN-Generalsekretär Kofi Annan

Nitin Desai berät UN-Generalsekretär Kofi Annan in allen Dingen, die mit dem World Summit on the Information Society (WSIS) zu tun haben, und war Vorsitzender der UN-Arbeitsgruppe zu Internet Governance (Internetregulierung). Was hält er von "Citizen Journalism", was werden die UN unternehmen, wenn es um Internetzensur in China geht? Golem.de sprach mit ihm während des WeMedia Global Forums in London.

Golem.de: Herr Desai, ist die ganze Aufregung um "We Media" und "Citizen Journalism", also nutzerbasierten Journalismus, nur ein Thema der reichen, westlichen Länder?

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Desai: Nein, überhaupt nicht. Das Thema ist besonders wichtig in ärmeren Gesellschaften. Es geht ja darum, dass Menschen nicht einfach nur als Zuschauer betrachtet werden, sondern ihre Standpunkte selbst beitragen können. Das ist besonders dort wichtig, wo die Mainstream-Medien von wenigen Unternehmen oder dem Staat kontrolliert werden. Schauen sie sich das Beispiel Serbien während der Balkankriege an - dort war das Internet die einzige unabhängige Quelle von Nachrichten.

Golem.de: Wenn man sich aber anschaut, wie wenig Menschen bisher weltweit Zugang zum Internet haben, wie groß kann dann der Einfluss solcher Medien sein?

Desai: Sie dürfen nicht nur vom Internet ausgehen. Die Technologie, die wirklich dazu beiträgt, den digitalen Graben zu verkleinern, ist das Mobiltelefon. In China gibt es derzeit 400 Millionen Anschlüsse, in Indien steigt die Zahl jährlich um 50 Millionen. Die wirkliche "Killer-Technologie" ist das Mobiltelefon.

Golem.de: Ein Redner auf dem Podium hat als Beispiel genannt, dass in Indien in einer Saison mehr als einen Milliarde SMS-Nachrichten geschickt wurden, um in der Show "Wer wird Millionär" abzustimmen. Das ist kein gutes Beispiel für "Citizen Journalism".

Desai: Was die Presse angeht, ist Indien ein freies Land. Schauen sie auf Länder wie Nepal oder die Philippinen, dort haben Menschen mit Hilfe von SMS-Nachrichten große Demonstrationen organisiert. In den Philippinen haben sie auf diese Weise sogar einen Staatsstreich verhindert.

Golem.de: Warum sind die Mobiltelefone so viel beliebter - nur, weil sie billiger sind?

Desai: Das ist ein wichtiger Grund. Aber in solchen Ländern spielt auch der Stromverbrauch eine Rolle - und wie schnell die Nachrichten ankommen. Wenn Sie mir eine E-Mail schicken, kann es sein, dass ich sie erst in Stunden lese. Eine SMS ist sofort beim Empfänger. Das spielt eine große Rolle, wenn es um spontane Organisation geht.

Internetzensur: UN wollen keinen Druck auf China ausüben 

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Trios 17. Mai 2006

nuja, wer mag schon gern berechtigte Kritik? China kann sich schließlich jede Zensur...

Trios 17. Mai 2006

tja, wozu ... , ich weiß es auch nicht. Absolut überflüssiger Haufen, diese UN!

Trios 14. Mai 2006

genau und dem Internationalen Roten Kreuz verwehren schließlich andere den Zutritt zu...

Trios 14. Mai 2006

nuja, jeder betreibt nunmal Hetze in seinem eigenen Sinne! Aber auf China Druck...

wizkid 12. Mai 2006

das ist prinzipiell richtig, das verschicken dauert nicht lange, aber das verschicken ist...


immateriblog.de / 14. Mai 2006



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