Microsoft schiebt mit Wallop ein Start-up an, das eine von Microsoft Research entwickelte Technik kommerziell umsetzen soll. Im Rahmen von Microsofts IP-Ventures-Programm soll die Idee aber von einem mehr oder weniger unabhängigen Unternehmer umgesetzt werden. Finanziert wird das Ganze von Bay Partners.
Vor rund einem Jahr startete "Microsoft IP Ventures" mit dem Ziel, bei Microsoft entwickelte Technologien, die das Unternehmen nicht selbst nutzt, Start-ups zur Verfügung zu stellen. Die Technik soll so in die Hände von Unternehmen gelegt und diese mit Risikokapitalgebern zusammengebracht werden.
So auch im Fall von
Wallop. Unternehmer Karl Jakob soll eine Social-Networking-Technik, die Microsoft entwickelt hat,
kommerzialisieren. Wallop will dabei die Probleme aktueller Social-Networking-Ansätze lösen und Nutzern neue Möglichkeiten bieten, ihre Individualität online auszudrücken, heißt es vollmundig.
 | Wallop: Beziehungen zwischen zwei Personen (Bild: Microsoft Research) |
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Was genau dahintersteckt, wird in der Ankündigung von Wallop nicht klar. In der Pressemitteilung
heißt es, heutige "Social-Networks" hätten das Problem, das Menschen nicht wie in der realen Welt miteinander interagieren könnten. Um dies zu ändern, habe Wallop zusammen mit Frog Design eine Benutzerschnittstelle der nächsten Generation entwickelt.
Zudem will Wallop weg vom Modell "Freund eines Freundes", das Basis und Wurzel der Probleme aller üblichen sozialen Netze sei. Wallop vertraut stattdessen auf einen Algorithmus, der
anhand von sozialen Kontakten automatisch ein persönliches Netzwerk aufbaut und pflegt.
Microsoft Research spricht weniger blumig vom Tausch von Fotos, Blogs und der Interaktion mit Freunden. Ziel des gleichnamigen Forschungsprojekts von Microsoft Research ist es herauszufinden, wie Menschen Medien im Kontext sozialer Netzwerke miteinander tauschen. Die Technik wurde bereits in einem beschränkten Test unter
mywallop.com ausprobiert.
(ji)