US-Senator gibt geschenkten iPod zurück

Kampagne von Bürgerrechtsaktivisten abgeschmettert

Eine Gruppe von Bürgerrechtsaktivisten verschickt derzeit in den USA von ihren Mitgliedern gestiftete iPods mit lizenzfreiem Medienmaterial an Senatoren. Eines der ersten Geräte kam nun ungeöffnet zurück.

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Das Ziel der Aktion des "Information Policy Action Committee" (IPac) ist es, die sämtlich mit Medienrecht beschäftigten Senatoren durch direkten Kontakt mit moderner Technologie vom Nutzen digitaler Medien zu überzeugen. Die IPac setzt sich für weniger Beschränkungen beim Kopieren und Tauschen von Medien ein und wendet sich besonders gegen die derzeit in der Diskussion stehenden "Broadcast Flags", mit denen Rechteinhaber etwa bei digitalen Fernsehsendungen bestimmen können, ob die Inhalte aufgezeichnet werden dürfen.

Auf die Idee, Senatoren iPods zu schenken, kam die IPac, nachdem bekannt wurde, dass die Tochter eines 82-jährigen Senators ihrem Vater einen iPod geschenkt hatte. Senator Stevens, der auch noch dem Senatsausschuss für Handel, Wissenschaft und Transportwesen vorsitzt, stellte in einer Anhörung zum Broadcast Flag den Vertretern der Medienindustrie überraschend harte Fragen.

Seit Januar 2006 ruft die IPac deshalb US-Bürger auf, anderen Senatoren iPods über Spenden zu finanzieren. Die ersten zwölf Exemplare des aktuellen iPod Video wurden inzwischen verschickt, unter anderem auch an Ex-Präsidentschaftskandidat John Kerry. Eines der Geräte kam postwendend mit einem einzeiligen Brief zurück: "Danke, aber wir können dieses Geschenk nicht annehmen", schrieb das Büro des Senators Conrad Burns.

Der Leiter der IPac, Jake Fisher, kann das gar nicht verstehen. Laut Fisher wurden alle Regeln für politische Spenden bedacht, und der iPod ging auch nicht an Mr. Burns direkt, sondern an dessen Wahlkampfbüro. Ein Sprecher dieses Büros erklärte gegenüber dem Wochenmagazin Missoula Independent aus Burns' Wahlkreis, der iPod sei "nicht die Spende, die wir wollen". Außerdem sei der iPod das erste Stück Technik gewesen, das je als Spende ankam. Und: "Wenn der Senator einen iPod will, wird er sich einen kaufen", ließ der Sprecher verlauten.

Jake Fisher wundert sich über die Ablehnung. Immerhin habe Burns in den vergangenen Jahren laut offizieller Listen des "Federal Election Commitee", das Spenden überwacht, über 59.000 US-Dollar von politischen Gruppierungen angenommen und auch 2.000,- US-Dollar von der RIAA und Disney erhalten.

Leer war der iPod im Übrigen nicht. Zahlreiche Musikstücke, Bilder und Videos, die allesamt lizenzfrei unter "Creative Commons" veröffentlicht wurden, waren auf dem Gerät gespeichert. Darunter befanden sich 101 gelungene Fotos aus der Flickr-Community, alle Werke von Shakespeare als Texte und auch eine Video-Präsentation des Stanford-Professors Lawrence Lessig. Die für Luxus-iPods obligatorische Laser-Gravur auf dem Gerät lautete: "listen to the people".


etwas weniger... 26. Apr 2006

hauptsächlich Blabla. Deine Ausführungen sind ja sowas von arrogant und blöd, dass sie...

ThadMiller 26. Apr 2006

Billig ist die sicher nicht. gruß Thad

fischkuchen 26. Apr 2006

Danke für deine erleuchtenden Worte.

Blabla! 26. Apr 2006

Naja. Grundsätzlich sind die Urheberrechts-Gesetze ja durchaus begründet: Als Künstler...

dürüm 26. Apr 2006

irgendwie dünkt mich, es ist etwa absurd einem guten freund von steve jobs einen ipod zu...

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iceblog.twoday.net / 26. Apr 2006

Typisch Politiker



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