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Networld / 19.04.2006 / 16:38 Trackback     Versenden     Druck 

Fahrscheinbezahlung per RFID geht in Regelbetrieb

RFID soll Griff zur Geldbörse überflüssig machen

Nach einem seit Anfang 2005 laufenden Pilotprojekts hat der Rhein-Main-Verkehrsverbund in Hanau den Kauf von Bustickets per RFID-Chip offiziell begonnen. Der Regelbetrieb erlaubt Kunden nun, über ein mit RFID-Technik bestücktes Handy Fahrscheine für den öffentlichen Personennahverkehr zu erwerben. Als neuer Partner hat sich Vodafone dem Projekt angeschlossen.

Das RFID-Ticket-Bezahlsystem kann ab sofort in den Bussen des in der Nähe von Frankfurt am Main liegenden Hanau genutzt werden. Dazu wird ein RFID-fähiges Mobiltelefon benötigt. Ein solches wird über die örtlichen Vodafone-Shops in Form eines Nokia 3220 angeboten, das mit einer speziellen RFID-Hülle versehen ist. Damit deckt das Mobiltelefon die Funktionen einer Chipkarte ab und Kunden können darüber Fahrkarten kaufen, indem die RFID-Infrastruktur der Hanauer Straßenbahn AG verwendet wird.

Dazu halten die Kunden jeweils beim Ein- und Aussteigen das Handy vor das RFID-Lesegerät im Bus und erhalten am Monatsende vom Verkehrsbetrieb für alle absolvierten Fahrten eine Rechnung. Als Anreiz für die Nutzung der neuen Technik werden die Tickets zu einem günstigeren Preis verrechnet. Der gekaufte Fahrschein wird in einer SmartCard innerhalb der RFID-Hülle des Handys gespeichert. Damit ergänzt das RFID-System die bereits in Umlauf befindlichen Chipkarten, über die ansonsten der bargeldlose Fahrkartenkauf in Hanau abgewickelt wird.

Nach Mitteilung des Verkehrsverbundes stieß das kontaktlose, elektronische Bezahlen per RFID-Technik bei den 160 Testnutzern des Pilotprojekts auf große Zustimmung. Neben dem Kauf von Busfahrscheinen unterstützt das System auch die neu eingeführte RMV-ErlebnisCard, die bei ausgewählten Partnern in Hanau und Umgebung als Bonuskarte eingesetzt werden kann. Der Verkehrsverbund verspricht für dieses Sonderticket Vergünstigungen in Restaurants, bei Einkäufen oder Veranstaltungen. Beim Kauf eines RFID-fähigen Handys werden die Optionen der RMV-ErlebnisCard freigeschaltet, ohne dass weitere Kosten anfallen, heißt es in einer entsprechenden Mitteilung.

Für das RFID-Ticketsystem bietet Vodafone derzeit das Nokia 3220 an, das in Hanau über die örtlichen Vodafone-Filialen zu haben ist. Bei Abschluss eines 24-Monatsvertrags verkauft Vodafone das Handy für 1,- Euro, während es als Prepaid-Variante mit einem Startguthaben von 10,- Euro je nach Vodafone-Shop 20,- Euro oder 49,50 Euro kostet.

Der Rhein-Main-Verkehrsverbund arbeitet bei diesem Projekt mit der Hanauer Straßenbahn AG, mit Nokia und Philips sowie als neuen Partner mit Vodafone zusammen. (ip)
Kommentar-Übersicht / Kommentieren:
Re: Prima, den Kontrolleur gespart :-( (DJH, 07.05.06 12:53)
Re: ist schon ein Unterschied (beathead, 22.04.06 10:25)
Re: Prima, den Kontrolleur gespart :-( (nightsinger, 20.04.06 13:11)
Re: Jahreskarte (Why, 20.04.06 12:36)
Griff überflüssig? (Why, 20.04.06 12:33)
Trackback:

Handy als Bus-Ticket (dertest.twoday.net, 19.04.06 17:39)

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