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Studie: Noch hört fast niemand PodcastsForrester Research rät dennoch nicht vom Podcasting ab
Podcasting gilt schon seit einiger Zeit als einer der zukunftsträchtigsten Trends im Internetsektor. Wenig war allerdings bisher darüber bekannt, wie viele Menschen sich die via Netz verbreiteten Tonbeiträge anhören. Forrester Research hat nun das Hörverhalten zu Podcast in den USA untersucht.
Demnach werden Podcasts zurzeit offenbar von kaum jemandem angehört - und das sogar in den USA, die neuen Technologien gegenüber traditionell relativ aufgeschlossen sind. Während ein Viertel der Internetnutzer angaben, sich grundsätzlich für Podcasts zu interessieren, lädt nur rund 1 Prozent der Online-Haushalte tatsächlich die Dateien herunter und nutzt sie, so die Studie. Zusätzlich verzeichnet die Studie eine große Unkenntnis darüber, dass sich Podcasts auch ohne iPod auf dem Rechner anhören lassen - und das, obwohl andere Studien ergeben haben, dass es 80 Prozent aller Audiodateien nie auf einen mobilen Player schaffen. Bei Podcast-Inhalten dominieren mit weitem Abstand Zweitverwertungen von bereits existierendem Material - konventionellen oder Internet-Radio-Sendungen. Dadurch, dass sich Podcasts im Gegensatz zum herkömmlichem Radio ohne Rücksicht auf Sendezeiten jederzeit anhören lassen, sieht die Studie in dem Medium derzeit vor allem ein Promotion-Instrument für bereits existierende andere Medien. Auch wenn die Gefahr besteht, dadurch Hörer im konventionellen Programm zu verlieren. Eigens für das Internet erstellte Podcasts spielen dagegen noch kaum eine Rolle. Allerdings besteht Hoffnung: Forrester Research geht davon aus, dass die Zahl der amerikanischen Haushalte, in denen die Dateien genutzt werden, in den kommenden vier Jahren von 700.000 auf 12,3 Millionen steigen wird. Und eine so stark gestiegene Nutzerschaft sollte auch nach exklusiven Inhalten verlangen - wer also "podcasten" will, so das Fazit, der sollte es tun. Und er sollte darauf gefasst sein, dass es eine Weile dauern könnte, bis der weltweite Ruhm erreicht ist. Dazu passt, dass auch kommerzielle Podcast-Konzepte schon weit gediehen sind. Die Spannweite reicht hier von der Audiodatei mit eingebauter Werbung über Abo-Modelle bis hin zur Zahlung pro abgerufene Sendung. (Netzeitung.de)
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