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Freenet 0.7 soll globales Darknet schaffenP2P-Software setzt auf vertrauenswürdige Verbindungen
Um Netzwerk und Nutzer zu schützen, erlaubt es Freenet 0.7, direkte Verbindungen mit Personen aufzubauen, die man kennt und denen man vertraut. So soll ein globales Darknet entstehen, das es Dritten - ganz gleich ob Regierungen oder andere Organisationen - äußerst schwer macht festzustellen, ob jemand an Freenet teilnimmt.
Die Version 0.7 wurde dazu von Grund auf neu geschrieben und bringt auch einige andere Verbesserungen mit. So läuft Freenet nun über das verbindungslose UDP statt über TCP, kann transparent durch Firewalls hindurch arbeiten und auch die grundlegende Architektur von Freenet und seine Algorithmen wurden mit Blick auf höhere Effizienz vereinfacht. Ein neues API soll zudem die Entwicklung von Software, die mit Freenet zusammenarbeitet, vereinfachen. Dazu soll auch ein neues und flexibleres Routing-Protokoll beitragen. Dieses soll in Zukunft auch als Basis für andere Applikationen dienen, beispielsweise eine effiziente Suche oder Instant-Messaging zwischen anonymen Teilnehmern. Zunächst einmal soll Freenet 0.7 als "reines Darknet" starten, bei dem allen Verbindungen vertraut werden muss. Künftige Versionen sollen auch einen gemischten Betrieb mit einem offenen Netz erlauben, so dass Nutzer dann auch Verbindungen ohne Vertrauen zulassen können. Die Entwickler erhoffen sich davon eine verbesserte Vernetzung, die aber zu Lasten der Sicherheit gehen wird. Noch ist die Software im Alpha-Stadium, Benutzer sollten sich weder darauf verlassen, dass sie nutzerfreundlich noch dass sie sicher ist. Entwickelt wird Freenet von Freiwilligen, ergänzt um Matthew Toseland, der für seine Tätigkeit aus Spendenmitteln entlohnt wird und sich so ausschließlich auf die Freenet-Entwicklung konzentrieren kann. Freenet wurde in Java geschrieben und steht für Windows, Linux und Unix zur Verfügung. Der Code steht unter der GPL und kann unter freenetproject.org heruntergeladen werden. (ji)
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