Wirbel um Tauschportal für WM-Tickets

Anzeige

Rechtsanwalt Jörg Dittrich von der Hamburger Kanzlei Schlömer & Sperl, der die Interessen des Essener Klägers vertritt, argumentiert dagegen: "Unser Mandant befindet sich auf keiner Hooligan-Liste. Außerdem ist der Verkauf und Erwerb von einzelnen Tickets bei eBay in Deutschland nicht rechtswidrig. Jeder, der seine Karte verkaufen will, sollte das ohne Einschränkungen tun können."

Auch in der Bundesliga wird übrigens vehement gegen den Schwarzmarkthandel gekämpft. So beschäftigt beispielsweise der MSV Duisburg eigene Anwälte mit der Aufgabe, mögliche eBay-Betrüger rauszufischen. Die gewerblichen und privaten Wiederverkäufer werden konsequent abgemahnt. Die gewerblichen Händler werden zusätzlich aufgefordert, eine Unterlassungserklärung zu unterschreiben.

MSV-Geschäftsführer Björn Bremer erläutert gegenüber der Netzeitung die Schwarzmarktproblematik: "Gerade Karten für Spiele gegen attraktive Gegner wie Schalke, Hamburg, Bayern oder Bremen sind schnell vergriffen. Es kann aber nicht sein, dass unsere Fans auf einmal den zehnfachen Eintrittspreis zahlen müssen. Deswegen haben wir auch den Verkauf über eBay auf den Ticket-AGBs unmissverständlich verboten."

Bremer erklärt, wie man den Betrügern auf die Schliche kommt: "Wir müssen die Karten zunächst selber ersteigern und ziehen dann die Verkäufer zur Rechenschaft. Die privaten Verkäufer übernimmt der Verein selbst, die gewerblichen Fälle werden von unserer Anwaltskanzlei 'Blatt' bearbeitet. In Einzelfällen wurde sogar Strafanzeige erstattet." Sogar ein Mitarbeiter aus dem Vereinsumfeld wurde aufgespürt, der sich am verbotenen Weiterverkauf beteiligte. Arbeitsrechtliche Konsequenzen waren die logische Folge.

Der Kampf gegen die Illegalität bleibt hart, und Bremer weiß, wie schwer es ist, den Schwarzmarkthändlern auf die Schliche zu kommen, bevor die Tickets bei eBay oder anderen "Schwarzmarktfilialen" erscheinen: "Die Betrüger fahren teilweise mit größeren Bussen zu uns und decken sich an Verkaufstagen mit zahlreichen Karten ein. Das ist nur schwer zu kontrollieren."

Fest steht in jedem Fall, dass sich das Online-Auktionsportal am Aufspüren der Schwarzhändler nicht beteiligen wird. Meike Fuest von der eBay-Pressestelle stellt gegenüber der Netzeitung klar: "Wir bieten nur die Plattform an. Alles Weitere überlassen wir den Kunden. Der Tickethandel ist von unserer Seite aus nicht verboten."

 Wirbel um Tauschportal für WM-Tickets

Trios 11. Apr 2006

oh man, irgend wie kann ich dir nicht folgen ... ! Du solltest Politiker werden, hättest...

fuck the wm 2006 11. Apr 2006

jetzt weiss ich auch warum die wm in deutschland ist und nicht in südafrika...

cawfee 26. Mär 2006

Ist eben so, dass der Großteil der Tickets an die meistbietenden Firmen geht und die...

4:1 26. Mär 2006

Genau richtig oller! Ich war in Dortmund beim Spiel Deutschland-USA, hab Karten geschenkt...

Crazy Iwan 26. Mär 2006

Für mich war die WM in dem Moment vorbei, wo klar war, dass man sich für eine Karte...

Kommentieren




Anzeige
  1. IT-Fachkraft für Systemintegration (m/w)
    TX Logistik AG, Bad Honnef
  2. Assistent/in im Projekt- und Prozessmanagement
    Alnatura Produktions- und Handels GmbH, Bickenbach
  3. Spezialist (m/w) für den IT-Support
    ROHDE & SCHWARZ SIT GmbH, Stuttgart
  4. Testingenieur (m/w) Datenmodellierung
    dSPACE GmbH, Paderborn

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


Meistgelesen
  1. Via APC

    Android-PC zum Selbstbauen für 49 US-Dollar

  2. Kino.to-Chef

    "Ich habe neben dem Rechner geschlafen"

  3. Klarmobil

    Handy- und Datenflatrate für 20 Euro im O2-Netz

  4. Diablo 3

    Spekulationen um gehackte Benutzerkonten und erster Patch

  5. Fachkräftemangel

    45 Prozent der IT-Beschäftigten sind überlastet


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 245 | letzter Beitrag 22.05. 16:10

  2. Kommentare: 203 | letzter Beitrag 03:29 Uhr

  3. Kommentare: 116 | letzter Beitrag 22.05. 16:17

  4. Kommentare: 105 | letzter Beitrag 02:38 Uhr

  5. Kommentare: 90 | letzter Beitrag 22.05. 21:36

Mehr


  1. Bing Maps

    Streetside-Fotos wegen Beschwerden offline

  2. Via APC

    Android-PC zum Selbstbauen für 49 US-Dollar

  3. Soziale Netzwerke

    Bund unterstützt Facebook-Initiative Smart

  4. Drogenbericht Bundesregierung

    Onlinespiele und Internet statt Alkohol und Tabak

  5. Gamescom 2012

    Halle 11 als neuer Eingang nur für Vorbesteller

  6. Persönlicher Onlinespeicher

    Owncloud 4.0 verschlüsselt Daten auf dem Server

  7. Einlenken oder zahlen

    EU-Kommission gibt Google letzte Chance

  8. Klarmobil

    Handy- und Datenflatrate für 20 Euro im O2-Netz

  9. Mobilfunk

    Achtung, Eltern lesen mit!

  10. Origin

    EA unterzeichnet Unterlassungserklärung



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Bing Streetside: Fotos deutscher Straßen sind verschwunden
Bing Streetside
Fotos deutscher Straßen sind verschwunden

Microsofts Kartendienst Bing Maps bietet in Deutschland keine Streetside-Fotos mehr an. Offizielle Infos dazu gibt es noch nicht.

  1. Nokia Maps Kartenmaterial für Rot-Cyan-3D-Brillen

Tinkerforge im Test: Elektronik zum Stapeln
Tinkerforge im Test
Elektronik zum Stapeln

Tinkerforge bietet kleine Bausteine aus Open-Source-Hardware an, die sich leicht programmieren lassen. Mit der Mischung aus Lego Mindstorm und Arduino lassen sich beliebige Geräte bauen und erweitern, vom Roboter bis zur Heimautomation. Golem.de hat mit Tinkerforge gespielt.


Prozessoren: Rechenfehler machen CPUs effizienter
Prozessoren
Rechenfehler machen CPUs effizienter

Es klingt paradox, ist aber sinnvoll: Wenn sich ein Chip verrechnen darf, kann er effizienter gebaut werden. Wissenschaftler der texanischen Rice-Universität haben das Konzept schon fast bis zur Serienreife gebracht.

  1. Marktanteile AMD gewinnt in allen Bereichen
  2. Intels Core i7-3770K im Test Grafik von Ivy Bridge beeindruckt, CPU-Verbesserungen nicht
  3. Adapteva 4.096 Kerne auf einem Chip

Zum Artikel