Wikipedia wird vorerst nicht gedruckt

Mangelnde Unterstützung und Drohungen von Wikipedia-Autoren

Unter dem Projektnamen "WP 1.0" wollte der Zenodot Verlag eigentlich im Herbst 2006 beginnen, die Wikipedia in 100 Bänden auf Papier zu bringen. Doch das Projekt ist vorerst gescheitert, der Verlag beklagt derweil eine massive Unkenntnis bezüglich der Lizenz, unter der die Wikipedia-Autoren ihre Texte einstellen.

Anzeige

"Nach vielen sinnvollen und noch mehr sinnlosen Diskussionen in den letzten zwei Monaten möchten wir einen Strich ziehen. Es ist leider abzusehen, dass das Projekt im vorgeschlagenen Zeitrahmen wegen der schleppenden Beteiligung sowie der Abwartehaltung vieler Mitarbeiter nicht zu realisieren ist", heißt es nun auf der Wikipedia-Seite des Projekts. Ganz aufgegeben ist der Plan, die deutschsprachige Ausgabe der freien Enzyklopädie in 100 Bänden mit insgesamt 80.000 Seiten und einer halben Million Stichwörter zu drucken, aber nicht. Zenodot will im Januar 2007 einen neuen Anlauf nehmen und dann erneut über eine Umsetzung des Projekts diskutieren.

Der Verlag sah sich aber auch Angriffen von Wikipedia-Autoren ausgesetzt, die bei einer Realisierung des Projekts mit Klagen drohten. Zenodot macht dabei eine massive Unkenntnis bezüglich der GNU FDL aus, der Lizenz, unter der Wikipedia-Autoren ihre Texte einstellen: "Über die Nutzungsmöglichkeiten, insbesondere über die kommerziellen Nutzungsrechte durch die Lizenz, sollte dringend besser informiert werden. Mitarbeiter, die ihre Inhalte nicht in dieser Form verwertet wissen wollen, sollten darüber besser aufgeklärt werden", schreibt Zenodot.

Die Lizenz erlaubt grundsätzlich auch eine kommerzielle Verwertung der Texte, ähnlich wie die GPL im Softwarebereich. Änderungen müssen aber, ebenfalls analog zur GPL, wieder unter der GNU FDL veröffentlicht werden, um "eine freie Verfügbarkeit und die Bekanntgabe und Übertragung von Rechten für jede Person zu garantieren", heißt es in der Wikipedia selbst. Dabei fordert die Lizenz aber auch gewisse Pflichten bezüglich der Nennung von Autoren, die an Artikeln mitgearbeitet haben, sowie die Veröffentlichung des Lizenztextes ein.


CroCa 27. Mär 2006

Nun ja, ich bin jetzt im zweiten Semester meines Informatikstudiums und hatte ziemlich...

Michael - alt 27. Mär 2006

Na, Unwissen würde ich das nicht nennen. Das Interessante an der Scheibe und Erde Thema...

Homer 27. Mär 2006

Es ist öfters am optimalsten zum Lesen, weil das ist so wegen dem Wissen. Oh je, jetzt...

BG.. 27. Mär 2006

Da wollte ich doch grad ein wenig klugscheißen und der Wusel ist mir zuvorgekommen...

Michael - alt 26. Mär 2006

Endlich mal jemand mit Ahnung. Dabei ist das doch alles so einfach Gruß

Kommentieren


unnamed feelings / 15. Feb 2008

Brockhaus online

Tim's kleine Welt / 24. Mär 2006

Gedrucktes Wikipedia liegt vorerst auf Eis



Anzeige

  1. Systemarchitekt/-in
    Robert Bosch GmbH, Schwieberdingen
  2. IT Auditor Data Analytics (m/w)
    Fresenius SE & Co. KGaA, Bad Homburg
  3. Software-Entwickler (m/w) C++ / Java
    S. Siedle & Söhne, Furtwangen bei Villingen-Schwenningen/Freiburg im Breisgau
  4. Managed Service SE im Bereich Microsoft Infrastruktur (m/w)
    FRITZ & MACZIOL group, München

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Sony

    Smartwatch mit Armband aus E-Paper geplant

  2. Samsung SDC

    Displays werden bunter, biegsamer und fast durchsichtig

  3. Mozilla

    Ein-Klick-Suche im Firefox

  4. EU-Richtlinien beschlossen

    Recht auf Vergessen soll weltweit gelten

  5. Rekord

    Apple kommt Börsenwert von einer Billion US-Dollar näher

  6. Systemd und Launchd

    FreeBSD-Gründer sieht Notwendigkeit für modernes Init-System

  7. Internet und Energie

    EU will 315 Milliarden Euro für Netze mobilisieren

  8. Mobile Bürosuite

    Dropbox mit Microsoft-Office-Anschluss

  9. High Bandwith Memory

    SK Hynix liefert schnelleren Grafikkartenspeicher aus

  10. Streaming

    Wuaki lockt mit 4K-Filmen für Smart-TVs



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



Zbox Pico im Test: Der Taschenrechner, der fast alles kann
Zbox Pico im Test
Der Taschenrechner, der fast alles kann

Smarthome: Das intelligente Haus wird nie fertig
Smarthome
Das intelligente Haus wird nie fertig
  1. Smart Home Das vernetzte Zuhause hilft beim Energiesparen
  2. Leuchtmittel Die Leuchtdiode kommt aus dem 3D-Drucker
  3. Agora, Energy@home und EEBus Einheitliche Sprache für europäische Smart Homes

Spieleklassiker: Retrogolem spielt Star Wars X-Wing (DOS)
Spieleklassiker
Retrogolem spielt Star Wars X-Wing (DOS)

    •  / 
    Zum Artikel