Interview: "Der Desktop soll Spaß machen"

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Golem.de: Als Novell kürzlich AppArmor als Open Source freigegeben hat, gab es einige Kritik von Red Hat. Novell hätte stattdessen lieber Geld in SELinux investieren sollen, wie ist Ihre Antwort?

Friedman präsentiert SLED 10
Friedman präsentiert SLED 10
Friedman: Wenn man in die Fedora-Mailinglisten schaut, ist die am häufigsten gestellte Frage, wie man SELinux ausschaltet. Es ist kompliziert und verursacht viele Probleme. Ich habe versucht, es zu benutzen und es nie geschafft, denn man muss sehr viele Konfigurationsdateien ändern und Policys erstellen. AppArmor ist sehr einfach, es gibt einen Assistenten, der bei der Einrichtung hilft. Damit erstellt man ein Profil, indem man sich durch ein paar Dialoge klickt und dann ist man fertig. Die Leute sollten es einfach ausprobieren und sich dann eine Meinung bilden.

Golem.de: Soll denn noch weitere Software als Open Source veröffentlicht werden?

Friedman: Wir haben ja bereits eine Menge Software freigegeben, alleine mein Team hat in den letzten Jahren mindestens eine Million Codezeilen als Open Source veröffentlicht. Yast, Evolution und der Evolution-Exchange-Connector, Beagle, FSpot sind nur einige Beispiele für freie Programme von Novell. AppArmor haben wir gekauft und dann freigegeben. Dies gehört definitiv zu unserer Strategie.

Golem.de: Wann kommt denn die, in SLED 10 enthaltene, Visual-Basic-Makro-Erweiterung für OpenOffice.org in den Hauptzweig der Office-Suite?

Friedman: Das wird kommen, allerdings, es handelt es sich um eine große Änderung. Die OpenOffice.org-Entwickler wollen diese aber wohl übernehmen und unser Hauptentwickler für OpenOffice.org spricht derzeit mit ihnen. Er war dazu gerade in Hamburg. Wir wollen den Code auf jeden Fall in OpenOffice.org integrieren, da wir keinen großen Patch pflegen wollen. Das ist zu arbeitsintensiv, also sollte es in den Hauptcode gelangen.

Das Ganze wird zuerst mit SLED 10 veröffentlicht, da wir es hier bereits integriert haben und es funktioniert. Momentan wird es wohl noch niemand anders schaffen, diese Änderung in seine Produkte zu integrieren, doch je früher es in OpenOffice.org ist, desto besser. Wenn es morgen passieren könnte, ich wäre dafür.

Golem.de: Können Sie zum Schluss noch kurz zusammenfassen, was das Besondere an SLED 10 ist?

Friedman: SLED ist der größte Schritt vorwärts, den der Linux-Desktop je gemacht hat. Zum ersten Mal haben Büroanwender Zugriff auf all die Funktionen, die sie brauchen. Von E-Mail bis Kalender, von interoperatiblen Office-Dokumenten zu Multimedia, von Browsern zu Plug-and-Play, von Anwendungen für Musik bis zur Fotoverwaltung. All das ist da und kann eingesetzt werden. Auch die Usability wurde stark verbessert und es macht Spaß, damit zu arbeiten!

 Interview: "Der Desktop soll Spaß machen"

new2you 21. Mär 2006

und das weißt du natürlich für jedes modell auswendig... War halt komisch weils mit nem...

Ashura 20. Mär 2006

Danke. Recht ungewöhnlich. Ich hätte es dir auch so geglaubt, aber immerhin hast du...

BSDDaemon 20. Mär 2006

Weil viele Hersteller ihr ACPI für Windows kaputt frickeln und damit teilweise...

new2you 20. Mär 2006

... gekürzt *g Ja ne schon klar, das war das erste was ich gemacht hab, ging nich, keine...

Schmidi 20. Mär 2006

Wie ich bereits geschrieben habe denke ich nicht das Fedora (das aktuelle hab ich noch...

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