Die Java-Anwendung MagicMap ermöglicht die Positionsbestimmung per WLAN. Die an der Humboldt-Universität zu Berlin entwickelte Software setzt nur normale WLAN-Hardware voraus und eignet sich besonders für den Einsatz in Gebäuden, wo Satellitensignale für eine Positionsbestimmung per GPS oder GSM schwer zu empfangen sind.
MagicMap braucht mindestens drei Accesspoints zur Positionsbestimmung. Die aktuelle Position zeigt das Programm dann auf einer Karte an, die zuvor selbst erstellt werden muss. Nach Angaben der Entwickler soll die Ortung in Gebäuden mit nur wenigen Metern Abweichung funktionieren.
Dabei nutzt MagicMap auch Peer-to-Peer, um so mit anderen Teilnehmern
Signaleinformationen auszutauschen. Später soll die Software noch um Unterstützung für weitere Funkstandards erweitert werden, denkbar wären beispielsweise UMTS und RFID.
MagicMap steht als Open Source zum
Download bereit und läuft unter Windows und Linux. Die PDA-Version hingegen ist nur mit Windows CE kompatibel. Vorausgesetzt werden das Java Runtime Environment 1.5, Active
Perl und unter Windows zusätzlich Netstumbler. Unter Linux reichen die normalen Wireless Tools aus.
(js)