Japan: Deutlich mehr online verabredete Suizide

Hoffnung auf Zusammenarbeit zwischen Behörden und Providern

In Japan ist die Zahl der per Internet verabredeten Suizide laut einer Statistik der japanischen Polizei von 2004 auf 2005 deutlich angestiegen. Vor allem junge Menschen um die 20 und 30 Jahre sollen dabei nach Verabredung gemeinsam ihrem Leben ein Ende gemacht haben - was Behörden und Provider zu besonderen Maßnahmen zwingt.

Anzeige

Japan zählt zu den Ländern mit der höchsten Zahl an Suiziden, auch unter Berücksichtigung der Bevölkerungszahl - seit 1998 sind es über 30.000 Menschen, die sich jedes Jahr in Japan selbst umbringen. 2003 brachten sich gar über 34.000 Japaner (121 Millionen Einwohner) um. In Deutschland sollen es im gleichen Jahr 11.150 Suizide gewesen sein.

Die Zahl der in Japan über das Internet verabredeten gemeinsamen Selbsttötungen mag da - rein statistisch gesehen - in ihrer Größenordnung kaum ins Gewicht fallen, dennoch kam es dabei 2005 zu einer Verdopplung der Todesfälle. So verübten im Jahr 2005 laut japanischer Polizei 91 Menschen Selbstmord nach einer Verabredung über das Internet, während es 2004 noch 55 und 2003 mit 34 Personen noch deutlich weniger waren. Im Jahr 2003 hatten die japanischen Behörden mit der Erfassung von per Internet verabredeten Suiziden begonnen.

Die 91 per Internet verabredeten Suizide in Japan verteilen sich auf 54 Männer und 37 Frauen, die sich in 34 Selbstmord-Gemeinschaften das Leben nahmen. Die meisten davon sollen um die 20 oder 30 Jahre alt gewesen sein, waren also noch recht jung. Dies führt dazu, dass diese Suizide immer stärker ins Rampenlicht der besorgten japanischen Öffentlichkeit geraten. Experten befürchten, dass im gleichen Maße das Interesses an Selbstmord-Gemeinschaften wachsen könnte.

Japan: Deutlich mehr online verabredete Suizide 

Doomchild 13. Feb 2006

Hm, wärs nicht irgendwie schlauer, sich anstatt zum Selbstmord, einfach zum zügellosen...

------- 13. Feb 2006

Nach kurzem googlen: Das liegt doch schon deutlich unter der Zahl von 11500 Selbstmorden...

Frank Hempel 13. Feb 2006

Hi, im Strassenverkehr kommen -zig mal mehr Menschen ums Leben. Werden demnächst...

p 13. Feb 2006

Suicide Circle: http://www.mandiapple.com/snowblood/suicidecircle.htm zwar popmusik statt...

Elbarto-San 13. Feb 2006

Einfach weniger Kugelfisch essen. Es gibt dort einfach zuviele Kamikaze-Feinschmecker. *hö

Kommentieren




Anzeige
  1. IT-Sachbearbeiter (m/w) Incident- und Problem-Management
    Syna GmbH, Frankfurt am Main
  2. Programmierer (m/w)
    heroal - Johann Henkenjohann GmbH & Co. KG, Verl
  3. Mitarbeiter (m/w) Onlinemedien
    Süddeutsche Krankenversicherung a.G., Fellbach
  4. IT-Fachkraft für Systemintegration (m/w)
    TX Logistik AG, Bad Honnef

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       

Meistgelesen
  1. Kino.to-Chef

    "Ich habe neben dem Rechner geschlafen"

  2. Diablo 3

    Spekulationen um gehackte Benutzerkonten und erster Patch

  3. Kulturelles Gedächtnis

    Wie speichern wir das Internet?

  4. Raumfahrt

    SpaceX-Raumfähre ist gestartet

  5. Absturz an der Börse

    Facebook überbewertet?


Meistkommentiert
  1. Kommentare: 245 | letzter Beitrag 16:10 Uhr

  2. Kommentare: 165 | letzter Beitrag 16:58 Uhr

  3. Kommentare: 116 | letzter Beitrag 16:17 Uhr

  4. Kommentare: 89 | letzter Beitrag 11:30 Uhr

  5. Kommentare: 87 | letzter Beitrag 16:54 Uhr

Mehr


  1. Gamescom 2012

    Halle 11 als neuer Eingang nur für Vorbesteller

  2. Persönlicher Onlinespeicher

    Owncloud 4.0 verschlüsselt Daten auf dem Server

  3. Einlenken oder zahlen

    EU-Kommission gibt Google letzte Chance

  4. Klarmobil

    Handy- und Datenflatrate für 20 Euro im O2-Netz

  5. Mobilfunk

    Achtung, Eltern lesen mit!

  6. Origin

    EA unterzeichnet Unterlassungserklärung

  7. Android

    Motorola gehört jetzt Google

  8. Fachkräftemangel

    45 Prozent der IT-Beschäftigten sind überlastet

  9. Activision

    Vertragsdetails über Bungies Halo-Nachfolger

  10. Sonos Sub

    Mehr Wumms zum Nachrüsten



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Pebble: Riesiger Erfolg für die kleine Smartwatch
Pebble
Riesiger Erfolg für die kleine Smartwatch

Für die Produktion der Smartwatch Pebble haben ihre Entwickler über Kickstarter nach 37 Tagen über 10 Millionen US-Dollar eingenommen. Ursprünglich wurden nur 100.000 US-Dollar gefordert.

  1. Pebble ausverkauft Smartwatch kommt mit Bluetooth 4.0 und Twine-Anbindung
  2. Pebble Smartwatch E-Paper-Armbanduhr schlägt alle Rekorde auf Kickstarter
  3. Pebble auf Kickstarter Uhr mit elektronischem Papier

Sicherheit: SSD zerstört sich auf Knopfdruck selbst
Sicherheit
SSD zerstört sich auf Knopfdruck selbst

Runcore hat mit der Invincible SSD eine Speicherlösung vorgestellt, die im Notfall auf Knopfdruck die Speicherbausteine durchbrennt. So soll keinerlei Datenwiederherstellung möglich sein.

  1. SAS Hitachi will SSD mit 12 Gigabit pro Sekunde zeigen
  2. OCZ Erste 2,5-Zoll-SSD mit 1 TByte kommt bald
  3. OWC Mercury Accelsior Aufrüstbare PCIe-SSD bootet in Macs und PCs

Burnnote: "Diese Nachricht zerstört sich in 3 Minuten selbst"
Burnnote
"Diese Nachricht zerstört sich in 3 Minuten selbst"

Wer es den Auftraggebern aus den Agentenfilmen der Serie "Kobra, übernehmen Sie!" oder den Filmen der Reihe Mission Impossible gleichtun will, kann mit Burnnote über das Web Nachrichten verschicken, die nach einem definierten Zeitraum automatisch gelöscht werden.

  1. Forbes-Magazin Steve Ballmer macht Microsoft zu einem zweiten RIM
  2. Kritische Sicherheitslücke Libpng in Skype für Linux repariert
  3. Instant Messaging Google bietet für Meebo

Zum Artikel