Koreanische Wettbewerbshüter besuchen Intel und Partner

AMD spricht von Durchsuchung, Intel von Besuch durch die KFTC

AMD beschwert sich seit geraumer Zeit bei Wettbewerbshütern verschiedener Länder über unfaire Geschäftspraktiken seines mächtigen Konkurrenten Intel. Nun haben auch die koreanischen Wettbewerbshüter Intel und Partnern einen Besuch abgestattet.

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Die koreanische Wettbewerbskommission (KFTC, Korean Fair Trade Commission) untersucht AMD zufolge derzeit mögliche Verstöße von Intel gegen die Monopolbestimmungen und die Gesetze für fairen Handel in Korea. Untersuchungen in Europa und den USA seitens der Behörden laufen ebenfalls noch, während die "Fair Trade Commission of Japan" (JFTC) zu dem Schluss kam, dass Intel sein Monopol genutzt habe, um einen fairen und offenen Wettbewerb zu unterbinden.

Im Kern geht es dabei jeweils um den Vorwurf, dass Intel mit seiner Preispolitik Druck auf seine Kunden ausübe. AMD ist nach wie vor der Ansicht, dass PC-Hersteller weltweit Opfer von Intels Monopolmacht sind. Wer nicht bei Intels Konkurrenten einkauft, werde belohnt, so AMD. Intels CEO Paul Otellini hingegen sieht Intel zu Unrecht beschuldigt. Man kämpfe zwar hart um Marktanteile, bleibe aber fair, hieß es als Reaktion auf eine von AMD im Jahr 2005 in den USA angestrengte Kartellklage. Die Empfehlungen der japanischen Wettbewerbshüter will Intel aber dennoch berücksichtigen.

In einer aktuellen Pressemitteilung begrüßte AMD - mit Verweis auf die Ergebnisse in Japan - durch die KFTC durchgeführte Bürodurchsuchungen in Geschäftsräumen von Intel sowie von vier großen koreanischen PC-Herstellern. Es gehe darum, "Beweismaterial für Intels unrechtmäßige Ausnutzung seiner Markposition zu finden", so Thomas M. McCoy, AMD Executive Vice President, Legal Affairs und Chief Administrative Officer. Intel müsse endlich die "Verantwortung für seine wettbewerbsfeindlichen Maßnahmen übernehmen und seine gesetzeswidrigen Geschäftspraktiken einstellen", so McCoy weiter.

Eine Stellungnahme von Intel liegt noch nicht vor, allerdings ist einem Bericht von News.com zu entnehmen, dass Intel den Besuch etwas anders beschreibt - es habe sich nicht um eine Nacht-und-Nebel-Durchsuchung gehandelt, sondern die KTFC-Mitarbeiter hätten während der Geschäftszeiten weitere Informationen und Dokumente zu Intels Geschäftspraktiken eingefordert. Intel hatte der KFTC im Januar 2006 bereits Dokumente zukommen lassen. Es sei nicht ungewöhnlich für Behörden, um mehr Informationen zu bitten, so ein Intel-Sprecher gegenüber News.com.


SHADOW-KNIGHT 10. Feb 2006

Tricksen werden die alle und keiner von denen hat einen Keller ohne Leichen. Doch es ist...

Ralf... 10. Feb 2006

Natürlich baut(e) Intel wunderbare Chipsätze. Aber wieso PC-OEMs freiwillig 'Glühtrinos...

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