Abo
  • Services:
Anzeige

Geschönte Politiker-Biografien bei Wikipedia (Update)

Veränderungen an Wikipedia-Biografie kein Einzelfall - US-Kongress ausgesperrt

Die Wikipedia-Biographie eines Mitglieds des US-Repräsentantenhauses wurde von dessen eigenem Mitarbeiter zu seinen Gunsten geändert. Wie die Zeitung Lowell Sun in ihrer Online-Ausgabe berichtet, hat der Büroleiter des Politikers Marty Meehan den Eintrag über den Abgeordneten im Juli 2005 durch einen Text ersetzt, den einer seiner Praktikanten verfasst hatte. Darin wurden ungünstige Details aus der Biografie Meehans verschwiegen.

Marty Meehan hatte einst gelobt, nach acht Jahren seinen Sitz im Repräsentantenhaus zu räumen und sich später nicht an sein Versprechen gehalten. Nach der Änderung durch seinen Mitarbeiter war diese Tatsache aus dem Eintrag bei Wikipedia gelöscht. Außerdem wurde die Höhe der Kosten für Meehans Wahlkampagne, die mit 4,8 Millionen Dollar zu den sehr teuren gehörte, entfernt, so die Lowell Sun.

Anzeige

In den letzten sechs Monaten seien darüber hinaus über 1.000 ähnlich tendenziöse Änderungen an den Biografien von US-Politikern vorgenommen worden. Dabei kam es nicht nur zu Auslassungen und Schönfärberei: Neulich erst wurde ein Kongressmitglied in einem Wikipedia-Artikel beschuldigt, nach Kuhmist zu riechen, ein anderer wurde als ineffektiv bezeichnet.

Im letzteren Fall konnte über die IP-Adresse ermittelt werden, dass die Änderung direkt vom Repräsentantenhaus aus vorgenommen wurde. Im November und Dezember letzten Jahres sperrte Wikipedia den Zugriff von dort aus daher zeitweise. Stephen Potter, Leiter einer Behörde für Regierungsethik, verurteilt die Manipulation in Wikipedia-Einträgen von Abgeordnetenbüros aus. Es sei Missbrauch von öffentlicher Zeit und Ausrüstung. Er forderte disziplinarische Maßnahmen.

Nachtrag vom 31. Januar 2006, 12:15 Uhr:
Aus dem US-Kongress heraus lassen sich Wikipedia-Einträge nun nicht mehr anlegen oder ändern - vorerst eine Woche lang. Gleichzeitig wurde bei Wikipedia eine Diskussion zu den Vorfällen eröffnet. In dem einleitenden Text hierzu heißt es, Mitarbeiter der Kongressabgeordneten hätten die Einträge über Politiker als politisches Schlachtfeld missbraucht. Ihre Einträge seien ungehobelt und unreif gewesen und hätten kein Verständnis für die Richtlinien von Wikipedia erkennen lassen. Andererseits seien Artikel systematisch geschönt worden. Eine längere Sperre des Zugangs sein durchaus gerechtfertigt.

Bereits in der Vergangenheit waren einzelne IP-Adressen von Rechnern im Kongress gesperrt worden. So weist beispielsweise die Adresse, von der aus der Eintrag über den Abgeordneten Marty Meehan nachgebessert wurde, bei Wikipedia eine lange Liste von Vandalismus und Verstößen gegen die Richtlinien auf.


eye home zur Startseite
blabla 15. Feb 2006

Schön gesagt. Aber wenn dann nur "is". Danke!

Marcel vom... 01. Feb 2006

Allerdings. In Deutschland ist das auch nicht anders. Genau das. Die Nutzer sind sich...

Thomas P 31. Jan 2006

Das finde ich auch! Verbote nützen nie etwas, man muss Alternativen finden. Geschönte...

firedancer 31. Jan 2006

Ja, ist schon recht.

firedancer 31. Jan 2006

Ach, hör mir auf. Wenn das so wäre, müßten 95% unserer Politiker sofort in den Knast...


Gif-Bilder.de - Weblog / 02. Feb 2006



Anzeige

Stellenmarkt
  1. ZF Friedrichshafen AG, Friedrichshafen
  2. Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal GmbH, Blankenstein, Arneburg
  3. Bosch Sensortec GmbH, Reutlingen
  4. Accenture, Frankfurt am Main, Berlin


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 1.299,00€
  2. 699,00€

Folgen Sie uns
       


  1. Exo-Planet

    Der Planet von Proxima Centauri

  2. Microsoft

    Windows 10 Enterprise kommt als Abo

  3. Umwelthilfe

    Handel ignoriert Rücknahmepflicht von Elektrogeräten

  4. 25 Jahre Linux

    Besichtigungstour zu den skurrilsten Linux-Distributionen

  5. Softrobotik

    Oktopus-Roboter wird mit Gas angetrieben

  6. Anniversary Update

    Kindle-Reader lässt Windows 10 abstürzen

  7. Sichtschutz

    HP Sure View gegen seitliche Einblicke auf Notebooks

  8. SWEET32

    Kurze Verschlüsselungsblöcke sorgen für Kollisionen

  9. Mobilfunk

    Telekom bietet Apple Music wohl als Streamingoption an

  10. Android 7.0

    Erste Nougat-Portierungen für Nexus 5 und Nexus 7 verfügbar



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
­Cybersyn: Chiles Traum von der computergesteuerten Planwirtschaft
­Cybersyn
Chiles Traum von der computergesteuerten Planwirtschaft
  1. Princeton Piton Open-Source-Chip soll System mit 200.000 Kernen ermöglichen
  2. Programmiersprache Go 1.7 läuft schneller und auf IBM-Mainframes
  3. Adecco IBM will Helpdesk-Geschäft in Erfurt und Leipzig loswerden

Thinkpad X1 Carbon 2013 vs 2016: Drei Jahre, zwei Ultrabooks, eine Erkenntnis
Thinkpad X1 Carbon 2013 vs 2016
Drei Jahre, zwei Ultrabooks, eine Erkenntnis
  1. Huawei Matebook im Test Guter Laptop-Ersatz mit zu starker Konkurrenz
  2. iPad Pro Case Razer zeigt flache mechanische Switches
  3. Thinkpwn Lenovo warnt vor mysteriöser Bios-Schwachstelle

Asus PG248Q im Test: 180 Hertz erkannt, 180 Hertz gebannt
Asus PG248Q im Test
180 Hertz erkannt, 180 Hertz gebannt
  1. Raspberry Pi 3 Booten über USB oder per Ethernet
  2. Autonomes Fahren Mercedes stoppt Werbespot wegen überzogener Versprechen
  3. Radeon RX 480 Dank DX12 und Vulkan reicht auch eine Mittelklasse-CPU

  1. Re: Kaputte Welt.

    ibsi | 13:23

  2. Re: Tesla, Tesla, Tesla....

    lephisto | 13:21

  3. Re: Soso, "Deutsche Umwelthilfe" ...

    ersatzhero | 13:18

  4. Re: "Dreh den mal ein Stück ich seh von hier gar...

    chewbacca0815 | 13:17

  5. Re: Canon <> Ferrari - eher Passat Alltrack

    Der Spatz | 13:14


  1. 13:22

  2. 13:00

  3. 12:45

  4. 12:02

  5. 11:57

  6. 10:54

  7. 10:33

  8. 09:31


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel