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Viiv: Diskussion um erhöhten Stromverbrauch

Intel nimmt Stellung zu Dauerbetrieb und Sparmodi von Wohnzimmer-PCs

Mit seinen Referenz-Designs für Unterhaltungsrechner mit Viiv-Logo will Intel das Wohnzimmer erobern. Gegenüber herkömmlicher Unterhaltungselektronik verbrauchen die als Consumer-Geräte getarnten PCs jedoch teilweise deutlich mehr Strom.

Als Intel das Viiv-Konzept auf dem IDF Fall 2005 im vergangenen August erstmals vorstellte, war die Fachwelt unter anderem vom schnellen Ein- und Ausschalten der Rechner beeindruckt: Auf den ersten Blick schien es, als könne man in naher Zukunft auch einen PC binnen einer Sekunde per Fernbedienung betriebsbereit machen.

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Wie sich inzwischen herausgestellt hat, klappt das jedoch nur, wenn der Rechner nicht vollständig ausgeschaltet ist. Mitte Januar führte Intel im Rahmen einer Presseveranstaltung zahlreiche Viiv-Rechner für Fach- und Publikumspresse vor. Dabei äußerten einige Hersteller widersprüchliche Zahlen zum Stromverbrauch, ein Anbieter meinte gar, der auf Knopfdruck startklare Viiv-Rechner benötige konstant 80 Watt.

Intel widersprach diesem für ein Consumer-Gerät erschreckend hoch angegebenen Stromverbrauch gegenüber Golem.de und erklärte, von welchen Faktoren das stufenweise Abschalten eines Viiv-Geräts abhängt. Drückt der Benutzer auf der Fernbedienung den Aus-Knopf, so wird zunächst die Grafikkarte abgeschaltet. Chipsatz und Prozessor schalten sich, je nach Systemlast, in einen stromsparenden Modus, bei dem der Rechner aber im Prinzip noch läuft. Das hängt unter anderem davon ab, ob das Viiv-Gerät noch andere Abspielgeräte im häuslichen Netz mit Audio- oder Video-Streams versorgt oder ob noch Aufnahmen geplant sind. Dabei, so Intel, könne ein Viiv-Gerät durchaus mehr als die von Intel bisher angegebenen 2 bis 5 Watt für den Stand-by-Modus benötigen, die kolportierten 80 Watt seien jedoch deutlich zu viel.

Der Start in einer Sekunde klappt in diesem Modus natürlich noch. Das gilt auch für die nächste Stufe, die Intel "Deeper Sleep" nennt. Dabei werden externe Geräte nicht mehr mit Daten versorgt. Das Viiv-System nimmt diesen Modus ein, sobald alle Anforderungen an den Rechner erledigt sind. Nach einer weiteren, vom Benutzer nicht festlegbaren Zeit schaltet sich das Viiv-System dann in den ACPI-Stromsparmodus "S3", besser bekannt als "Suspend to RAM". Dabei werden noch kleine Teile des Chipsatzes und der Hauptspeicher mit Strom versorgt, welcher den aktuellen Status von Betriebssystem und Anwendungen festhält.

S3 ist heute schon bei allen modernen Desktop- und Notebook-Systemen üblich. Die Startzeiten dafür liegen, je nach Konfiguration, bei einer bis mehreren Sekunden. Manche Systeme brauchen auch bis zu 30 Sekunden, um aus S3 zu erwachen, was häufig an schlecht programmierten Treibern liegt - auch Geräte, die nach einem Suspend-to-RAM nicht mehr funktionieren, sind bekannt. Auf einem aktuellen Rechner mit durch Microsofts WHQL zertifizierten Treibern ist S3 jedoch meist völlig problemlos.

Für den S3-Modus gelten laut Intel die in Zusammenhang mit Viiv angegebenen Leistungsaufnahmen von 2 bis 5 Watt. Konzeptbedingt muss ein Viiv-Rechner, der andere Geräte aber beispielsweise mit Video- und Audio-Streams versorgt, bei diesen Aufgaben deutlich mehr Strom verbrauchen.

Immerhin, so Intel, kann ein Viiv-Gerät auch von anderen Systemen im Netz per "Wake on LAN" aus dem S3-Modus aufgeweckt werden. Fordert etwa ein Media-Adapter für den Schlafzimmerfernseher ein Video vom Viiv-Rechner im Wohnzimmer an, kann dieser dabei automatisch starten. Das setzt jedoch voraus, dass alle Geräte im Netz die "Magic Packets" für diese Funktion korrekt weiterleiten. Vor allem ältere Netzwerkkarten, aber auch manche Switches ignorieren diese Pakete. In Bürorechnern gibt es diese Funktion auch bereits als "Wake on WLAN"; ob auch drahtlos angebundene Viiv-Rechner sie beherrschen, ließ sich bisher noch nicht abschließend klären. [von Nico Ernst]


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Q 25. Jan 2006

Pfffffpffff ... oder wie spricht man das auf Deutsch aus?

Nico Ernst 24. Jan 2006

Ausführliche Messungen hätten den Rahmen einer News-Meldung gesprengt, ein paar...

CPU Fan 23. Jan 2006

Bestimmt sogar. Aber nimm einmal den Chip der aktuellen Creative X-FI: Rohrechenleistung...

vivalavia 23. Jan 2006

Könnte mir gut vorstellen das ein nforce4 chipsatz mehr frisst als mein letzter PIII...

mcr 23. Jan 2006

Stimmt. Aber nach meinem Verständnis bezog sich das "deutlich mehr" auf den Standby...



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