Anzeige

GPL v3: Der erste Entwurf

Klare Regelungen für bessere Kompatibilität und gegen Kopierschutz

Wie angekündigt hat die Free Software Foundation heute einen ersten Entwurf für eine überarbeitete GNU General Public License (GPL) vorgelegt. Die am weitesten verbreitete und damit auch wichtigste Lizenz für freie Software und Open Source soll in einige Kernpunkten den veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen angepasst werden, um auch in Zukunft dafür zu sorgen, dass freie Software frei bleibt.

Anzeige

Vorgelegt wurde explizit nur ein erster Entwurf, an dem allerdings schon seit einigen Jahren gearbeitet wird. Federführend dabei ist neben Richard Stallman, der die Lizenz einst ins Leben rief, auch Eben Moglen, Justiziar der Free Software Foundation sowie Gründer des Software Freedom Law Center und Professor für Recht und Rechtsgeschichte an der Columbia Law School in New York.

Die GPL wurde 1991 zum letzten Mal geändert, damals noch fast im Alleingang durch Richard Stallman. Seitdem wird die GPL in der Version 2 aber von einer großen Zahl von Projekten, Unternehmen und Personen genutzt, darunter die GNU-Software der FSF, Linux, MySQL und Teile von Firefox. Da sich die rechtliche Situation seit 1991 aber in vielen Ländern verändert hat, bedarf auch die GPL einer Überarbeitung.

Das Ziel der GPL v3 formulierten Stallman und Moglen schon im Vorfeld klar: Die Lizenz muss weltweit nutzbar sein und stellt den Schutz der Freiheit in den Vordergrund, kommerzielle Interessen müssen sich dem unterordnen. Änderungen an der GPL sollen in keinem Fall den freien Austausch von Wissen behindern.

Ganz grundsätzlich ist die GPL v3 in einem zentralen Punkt allgemeiner gefasst: Statt von "distribution" ist nun von "propagation" die Rede, ein Begriff, der im allgemeinen Rechtsgebrauch nicht näher bestimmt ist und in der Lizenz explizit breiter definiert wird als die "Verteilung" bzw. "Verbreitung" ("distribution") von Software.

Über die Definition dessen, was als Quelltext zu veröffentlichen ist, widmet sich die GPL v3 auch dem Thema Trusted Computing. So sieht der Lizenzentwurf vor, dass komplette und vollständige Quelltexte unter Umständen notwendige Schlüssel und Autorisierungen enthalten müssen. Diese Informationen müssen immer dann zur Verfügung gestellt werden, wenn eine Software verteilt wird. So soll sichergestellt werden, dass Nutzer die volle Kontrolle über ihr System behalten.

GPL v3: Der erste Entwurf 

eye home zur Startseite
Jeve Stobs 17. Jan 2006

Jaja, der Humor der Einfältigen...

Wat is FreeBSD? 16. Jan 2006

lol... Selten so gelacht!

Patrick 16. Jan 2006

"..nicht näher bestimmt ist und und der Lizenz explizit breiter definiert.." Gruß

GNU-Vereinnahmer 16. Jan 2006

...sind gerade eben _keine_ Beispiele für Projekte, die die GPL nutzen. Nein, OpenOffice...

Kommentieren



Anzeige

  1. Senior Consultant WWS (m/w)
    ADVARIS Informationssysteme GmbH, Bruchsal
  2. Entwicklungsingenieur/-in im Bereich cloudbasierte Sprachbediensysteme
    Daimler AG, Sindelfingen
  3. Anwendungsentwickler (m/w) i.s.h.med / COPRA6
    Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Mainz
  4. Mitarbeiterin / Mitarbeiter für Anforderungsmanagement und IT-Verfahren
    Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main

Detailsuche



Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. TIPP: Der Hobbit: Die Schlacht der fünf Heere [3D Blu-ray]
    9,99€
  2. VORBESTELLBAR: BÖHSE FÜR'S LEBEN [Blu-ray]
    36,99€
  3. VORBESTELLBAR: X-Men Apocalypse [Blu-ray]
    19,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Weitere Angebote


Folgen Sie uns
       


  1. Internetwirtschaft

    Das ist so was von 2006

  2. NVM Express und U.2

    Supermicro gibt SATA- und SAS-SSDs bald auf

  3. 100 MBit/s

    Telekom bringt 10.000 Haushalten in Großstadt Vectoring

  4. Zum Weltnichtrauchertag

    BSI warnt vor Malware in E-Zigaretten

  5. Analoges Radio

    UKW-Sendeanlage bei laufendem Betrieb umgezogen

  6. Kernel

    Linux 4.7-rc1 unterstützt AMDs Polaris

  7. Fehler in Blogsystem

    200.000 Zugangsdaten von SZ-Magazin kopiert

  8. Aufräumen von Prozessen beim Logout

    Systemd-Neuerung sorgt für Nutzerkontroversen

  9. Overwatch im Test

    Superhelden ohne Sammelsucht

  10. Mobilfunk

    Wirtschaftssenatorin will 5G-Testbed in Berlin durchsetzen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Doom im Test: Die beste blöde Ballerorgie
Doom im Test
Die beste blöde Ballerorgie
  1. Doom im Technik-Test Im Nightmare-Mode erzittert die Grafikkarte
  2. id Software Doom wird Vulkan unterstützen
  3. Id Software PC-Spieler müssen 45 GByte von Steam laden

Darknet: Die gefährlichen Anonymitätstipps der Drogenhändler
Darknet
Die gefährlichen Anonymitätstipps der Drogenhändler
  1. Privatsphäre 1 Million Menschen nutzen Facebook über Tor
  2. Security Tor-Nutzer über Mausrad identifizieren

Privacy-Boxen im Test: Trügerische Privatheit
Privacy-Boxen im Test
Trügerische Privatheit
  1. IT-Sicherheit SWIFT-Hack vermutlich größer als bislang angenommen
  2. Hack von Rüstungskonzern Schweizer Cert gibt Security-Tipps für Unternehmen
  3. APT28 Hackergruppe soll CDU angegriffen haben

  1. Re: Overwatch kostet nicht 55¤.

    Smincke | 05:13

  2. Re: kein deathmatch !

    Smincke | 05:09

  3. Re: Analog abschalten ist dumm

    quasides | 05:05

  4. Re: Einfach nicht wählen.

    Squirrelchen | 05:03

  5. Re: Tickrate

    Smincke | 04:59


  1. 18:53

  2. 18:47

  3. 18:38

  4. 17:41

  5. 16:36

  6. 16:29

  7. 15:57

  8. 15:15


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel