Instant Messenger mit erweiterten Telefonfunktionen (Update)

Neue Versionen vom Yahoo Messenger und MSN Messenger

Sowohl der Yahoo Messenger als auch Windows Live Messenger (bisher MSN Messenger) erhalten künftig erweiterte VoIP-Funktionen, um aus der Instant-Messaging-Software heraus auch herkömmliche Telefonanschlüsse anrufen zu können sowie angerufen zu werden. Damit treten sowohl Yahoo als auch Microsoft in verstärkte Konkurrenz zu Skype. Während die Beta-Version vom Yahoo Messenger 7.5 für jedermann zu haben ist, verteilt Microsoft die Beta vom Windows Live Messenger nur an ausgewählte Nutzer.

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In den USA hat Microsoft zur Abwicklung der neuen VoIP-Funktionen im Windows Live Messenger eine Kooperation mit dem Telefonnetzbetreiber MCI verkündet. Eine erste Beta-Version vom Windows Live Messenger kann bereits getestet werden, allerdings sind dazu Einladungen à la Googles Gmail erforderlich. Der Windows Live Messenger soll den bisherigen MSN Messenger ablösen, der seit der Version 7.5 bereits netzinterne VoIP-Funktionen unterstützt.

Im Unterschied zum geschlossenen Beta-Test vom Windows Live Messenger ist die Beta-Version des Yahoo Messengers 7.5 für jedermann zu haben. Die neue Version bietet wie auch die Microsoft-Software vor allem erweiterte VoIP-Funktionen, um nun auch Nutzer außerhalb des Yahoo-Netzes über die Software anrufen zu können - zum Minutenpreis ab 1,2 Euro-Cent. Dazu werden Prepaid-Pakete für 10,- und 25,- Euro angeboten.

Außerdem erhalten Yahoo-Messenger-Nutzer eine eigene Rufnummer, über die sie auch von einem herkömmlichen Telefonanschluss aus erreichbar sind. Dafür fallen monatlich Kosten in Höhe von 2,49 Euro an oder man entscheidet sich für das Jahres-Abonnement für 24,90 Euro. Auch wenn eine deutschsprachige Beta-Version vom Yahoo Messenger 7.5 für Windows 2000 und XP bereits zum Download bereitsteht, gibt es noch keine Rufnummern für deutsche Städte. Derzeit kann man sich nur Telefonnummern zuweisen lassen, die USA, Frankreich oder Großbritannien zugeordnet sind. Rufnummern in Deutschland sollen erst 2006 folgen.

Der begrenzte Beta-Test des Windows Live Messenger wird derzeit nur in den USA angeboten, soll aber in den kommenden Wochen auf andere Regionen wie Deutschland ausgeweitet werden. Allerdings wird es wohl dabei bleiben, dass man den Dienst nur auf Einladung wird nutzen können. Der MSN-Messenger-Nachfolger Windows Live Messenger erwartet mindestens Windows XP und kann nicht auf früheren Windows-Versionen verwendet werden.

Die Vereinbarung zwischen Microsoft und MCI sieht derzeit vor, dass Telefonate innerhalb der USA, nach Kanada oder Europa mit 0,23 US-Cent pro Minute abgerechnet werden. Für die Nutzung muss der betreffende Dienst abonniert werden, was einem ein Gesprächsguthaben von derzeit 1 Stunde beschert. Die Prepaid-Pakete werden zu Kontingenten von 5,-, 10,- und 25,- US-Dollar angeboten. Welche Preise für netzübergreifende VoIP-Telefonate anfallen werden, ist noch nicht bekannt. Dies will Microsoft erst 2006 verraten, wenn die Software den Beta-Test verlassen hat. Sowohl Microsoft als auch Yahoo gaben nicht bekannt, welche VoIP-Protokolle hier zum Einsatz kommen.

Nachtrag vom 13. Dezember 2005 um 13:30 Uhr:
Wie Yahoo soeben mitteilt, ist die Anruffunktion im Yahoo Messenger 7.5 nicht kostenlos, sondern man muss dafür 2,49 Euro monatlich bezahlen oder sich für das Jahres-Abonnement entscheiden. Die betreffenden Yahoo-Webseiten verheimlichen diese Kosten und weisen erst darauf hin, nachdem man einen Vorwahlbereich ausgewählt hat. Der Meldungstext wurde entsprechend aktualisiert.


beccon 13. Dez 2005

Du hast H323 offenbar noch nie installiert bzw. einen Fehler da gesucht :-) Ja, es ist...

max frisch 13. Dez 2005

In meinen Augen macht nur H323 sinn. Schliesslich ist das ein Standard der von der ITU...

beccon 13. Dez 2005

... warum ein proprietäres und teueres System verwenden, wenn man ein freies uns...

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MP:Blog - Mediaprojekte Netzwerk / 14. Dez 2005

Skype & GoogleTalk bekommen weitere Konkurrenz



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