Oracles Projekt Fusion setzt auf gemischte Middleware

Application Server 10g Release 3 angekündigt

Nach der Übernahme von PeopleSoft hatte Oracle Anfang 2005 erstmals sein Projekt "Fusion" umrissen. Nun stellte Oracle mit dem "Oracle Application Server 10g Release 3" die Grundlagen für Fusion vor, eine Middleware-Plattform, auf der "Hot-Pluggable-Module" auch von Fremdanbietern laufen sollen.

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Oracles integrierte Middleware-Plattform folgt dem Prinzip der Service Oriented Architecture (SOA) und soll die Lösung gleich für verschiedene Probleme im IT-Umfeld darstellen, auf der auch andere Software-Anbieter aufsetzen sollen. Zugleich stellt der "Oracle Application Server 10g Release 3" die technische Basis für Oracles Fusion-Architektur dar.

Dazu soll der "Oracle Application Server 10g Release 3" auch Erweiterungen für JDeveloper und Oracles Application Developer Framework (ADF) mitbringen. Dabei werden Java 5.0 und J2EE 1.4 sowie die visuellen, deklarativen JavaServer Faces (JSF) und eine Struts-basierte Entwicklungsumgebung unterstützt. Alle Entwicklerwerkzeuge sollen dabei der Enterprise-Java-Beans-Spezifikation in der Version 3.0 folgen.

Die Business-Rules-Engine soll es Kunden erlauben, ihre Geschäftsregeln zu ändern, ohne die entsprechenden Applikationen neu schreiben zu müssen. Der erweiterte Enterprise Service Bus zusammen mit weiteren Middleware-Komponenten soll ein lose gekoppeltes Applikations-Framework ergeben.

Die Ankündigung des Oracle Application Server 10g Release 3 liest sich wie eine Anhäufung aktueller "Buzzwords". Im Weiteren ist von sehr hoher Leistung und Skalierbarkeit in einer hochverfügbaren Grid-Architektur die Rede, von dynamischem Workload-Management, erweitertem Clustering, automatischem Backup und Recovery, automatischem Disaster-Recovery und einer neuen, JMX-basierten Management-Konsole.

Im Kern soll die Software eine "Hot-Pluggable-Architektur" mitbringen. Diese soll es erlauben, Oracles Middleware mit Komponenten bereits bestehender Infrastrukturen und auch Komponenten anderer Anbieter und Oracles kommender Middleware-Architektur "Fusion" zu mischen. Dazu will Oracle seine Architektur mit Open-Source-Software wie Spring, Apache Struts, Apache Axis, Apache MyFaces, Hibernate, Tapestry, JUnit, CVS, SubVersion, Ant, Eclipse und Log4J zertifizieren.

Der Oracle Application Server 10g Release 3 soll in Oracles Fiskaljahr 2006 auf den Markt kommen, das im Juni 2006 zu Ende geht.


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