Spyware in World of Warcraft?
Viel Wind um nichts? Weiter Unsicherheit bei den Spielern
Blizzard versucht beim Online-Rollenspiel World of Warcraft (WoW) mögliche Betrügereien direkt auf den Rechnern der Spieler zu entdecken - fraglich ist, warum dabei auch auf Verzeichnisse zugegriffen wird, die normalerweise der Internet Explorer nutzt. Die Angst davor, ausspioniert zu werden und die Frage danach, wie weit die Entwickler in ihrem Kampf gegen Betrüger gehen dürfen, sorgt trotz mehrerer Aussagen von Blizzard für aufgeregte Diskussionen.
Blizzard behält sich in seinen Nutzungsbedingungen von World of Warcraft das Recht vor, Informationen einzuholen, um "Cheatern" auf die Spur zu kommen. Für helle Aufregung in der Community sorgt jedoch der Umstand, dass sich die Programmdatei des Spiels in den Verzeichnissen des Internet Explorers umsieht. Dabei wird auch auf den Cache, die Cookies und den Verlauf zugegriffen.
Um zu den aufgekommenen Diskussionen Stellung zu beziehen, schreibt ein Support-Mitarbeiter im WoW-Forum: "Blizzard hat in seinen Spielen schon immer eine aggressive Haltung gegenüber Betrügern vertreten." Weiter heißt es: "Wie in unseren Nutzungsbedingungen ausgeführt, ist dies eine Maßnahme, um faire Spieler und die Integrität des Spieles zu schützen. Informationen, die wir einholen, dienen einzig und allein zur Identifikation von Betrügern in World of Warcraft und zu keinem anderen Zweck. Bitte beachtet auch, dass diese Informationen nicht an Stellen außerhalb von Blizzard gelangen."
Warum die Programmdatei auf diese Verzeichnisse zugreift, darüber hüllt sich Blizzard jedoch in Schweigen. So spekulieren einige Spieler im Forum, dass Blizzard den Internet Explorer in das Spiel integriert hat, da viele Texte im Spiel in HTML vorliegen. Andere behaupten, Blizzard spioniere das Nutzungsverhalten der Spieler aus und glauben, dass das Besuchen einer Website, welche Cheat-Programme anbietet, zu einer Kontensperrung führen kann.
Auch der Aufruf der Kontenverwaltung soll über den Internet Explorer realisiert werden. Zumindest dieser Punkt lässt sich jedoch leicht entkräften, ein Umstellen des Standard-Browsers genügt hier, damit das Spiel einen anderen Browser aufruft.
Ob es von Seiten Blizzards überhaupt sinnvoll ist, den Internet Explorer zu benutzen, mag indes bezweifelt werden. Der Mac-Client von World of Warcraft hat keinen Zugriff auf den Internet Explorer. Zudem sollte sich bei der Nutzung zweier vorgefertigter Browser-Engines das Umsetzen von proprietärem Code schwierig gestalten. Andere Spiele wie etwa Eve Online nutzen hier einen eigenen, meist einfachen Browser - so haben die Entwickler mehr Kontrolle auf die Darstellung.
Auch andere Programme, wie das im Forum aufgeführte Winamp, greifen direkt beim Start auf Verzeichnisse des Internet Explorers zu. Bei Winamp und verschiedenen anderen Programmen ist der Internet Explorer jedoch integriert, daher greift die Programmdatei direkt auf diese Verzeichnisse zu und erzeugt dort auch Dateien.
Wie viel Wahrheit in den Vermutungen steckt, kann wohl nur Blizzard beantworten. An den Reaktionen der Kunden ist jedoch zu sehen, dass Blizzards Informationspolitik erneut eher zu mehr Verwirrung statt für Aufklärung sorgt. Immerhin versichert Blizzard aber, dass "diese Scans keine persönlichen Informationen überprüfen bzw. beinhalten". Weitere Informationen möchte man nicht preisgeben, da man befürchtet, den Vorsprung gegenüber den Cheatern zu verlieren. [von Andreas Sebayang]







Es geht ja nicht nur um den Internetexplorer. Blizzard liest auch alle Fenstertexte...
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Klar, es ist nicht OK, was Blizzard hier veranstaltet. Wenn ich will, dass in meinem...
Dass sich viel reverse-engineeren lässt ist klar. Wie du aber schon selber sagst...
Es ist auch nicht vollkommen in Ordnung, aber ich finde es gut das Cheater und Konsorten...
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