In der Studie von Wissenschafftlern der Medizinischen Fakultät am Technion wurde eine Verbindung zwischen der Mikrowellenstrahlung und der Entwicklung des Grauen Stars nachgewiesen. Die von toten Rindern stammenden Augen wurden in
zweiwöchigen Testphasen einer Strahlung ausgesetzt - 2 Milliwatt bei 1,1 GHz.
Eine Gruppe wurde rund um die Uhr bestrahlt, jede Stunde 50 Minuten lang gefolgt von einer 10minütigen Pause, in der die optische Qualität untersucht wurde. Die
Temperatur der Linsen wurde die ganze Zeit über mit Hilfe eines Inkubators konstant gehalten. Die bestrahlten Linsen entwickelten eine makroskopische Schädigung, die die optische Qualität beeinflusste.
Interessanter Weise erreichte man in einer weiteren Versuchsanordnung die
gleichen Schäden auch mit nur halb so hoher Strahlungsintensität - in der
doppelten Zeit. Dies zeigt, dass eine einfache Herabsetzung der Abstrahlung
letztlich überhaupt nichts
nutzt, wenn die Bestrahlungsdauer nur lang genug
währt. Während der makroskopische Schaden teilweise etwas abheilte, war der
mikroskopische Schaden in Form kleiner Bläschchen irreversibel und stieg immer
mehr an.
Nach Angaben des Forschers Professor Levi Schächter macht es deshalb auch Sinn,
nicht nur den SAR-Wert (Watt pro Kilogramm) im Auge zu behalten, sondern auch
die Specific Energy Absorption (SA), die die Energiedichte beschreibt, die durch das
Gewebe ins Verhältnis zu seine spezifischen Gewicht (Wichte) aufgenommen wird. Dieser Wert wird derzeit nach Angaben der Wissenschaftler bei Handys vollkommen ignoriert.
(ad)