MPEG2-Streaming in alle Zimmer (Update)

Digitaler Fernsehkanal für Heimunterhaltung

Nicht nur analog, auch digital lassen sich eigene Fernsehkanäle ins heimische Fernsehkabel einspeisen. Das ist zwar technisch nichts wirklich Neues, doch gut dokumentierte und nachbaubare Konzepte wie das von Alexander Hoch sind rar - bei "modVES" werden die Audio- und Videoausgabe eines Multimedia-PCs nun auch per DVB-C in der eigenen Wohnung verteilt.

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Bei modVES ("modulation based Video Entertainment System") wird der als Videorekorder und Multimedia-Abspielgerät dienende PC per Infrarot-Funkbrücke gesteuert, um Videos, Musik, Bilder sowie Anwendungen abrufen und auf allen Fernsehern in der Wohnung wiedergeben zu können. In der nunmehr dritten modVES-Generation setzt Hoch auch auf einen digitalen TV-Kanal, der nach der DVB-C-Norm, einer konstanten MPEG-2-Datenrate von 15 MBit/s und für eine optimale Qualität ausschließlich mit I-Frames arbeitet. Der Ton bleibt in Stereo. Anders als bei Einspeisung eines analogen Signals ist dabei allerdings ein DVB-C-Receiver für den Fernseher nötig.

Der eigene digitale TV-Kanal erhält die Senderkennung 'modVES' zugewiesen
Der eigene digitale TV-Kanal erhält die Senderkennung 'modVES' zugewiesen

Neben dem parallel selbst eingespeisten analogen TV- und dem DVB-C-Kanal soll es über eine modifizierte Transponderumsetzung auch möglich sein, zusätzlich zwei empfangene DVB-S-Kanäle digital per DVB-C einzuspeisen und überall in der Wohnung zu empfangen. Letzteres auch hochauflösend inklusive eines AC3-Tonsignals, so Hoch, der sein privat ersonnenes modVES-Konzept seit mehreren Jahren zu Hause im Einsatz hat und immer wieder erweitert. Denkbar wäre auch, einen Pay-TV-Kanal in der Wohnung zu verteilen. Zumindest die analoge Version hat Golem.de schon vor Ort zu Gesicht bekommen, mit der digitalen Übertragung dürfte die Bildqualität noch einen Tick besser werden.

Für die Umsetzung hat Hoch auf vier Produkte von SR-Systems zurückgegriffen: einen MPEG-Encoder, einen DVB-S/C-Modulator 2xTS, einen IQ-Modulator (UHF-Band) sowie das NIM-DVB-S-Modul für die optionale modifizierte Transponderumsetzung. Der Aufbau des eigenen analogen TV-Kanals soll sich gegenüber der analogen modVES-Lösung kaum ändern, das System müsse lediglich um eine parallele Signaleinspeisung erweitert werden. In künftigen modVES-Versionen will Hoch auch in HDTV-Qualität und mit AC3-Raumklang senden sowie eine Pay-TV-Einspeisung vornehmen.

Für die Einspeisung des eigenen digitalen TV-Kanals liefert die SMA-Ausgangsbuchse (HF-Signal) des IQ-Modulators ein entsprechendes TV-Signal mit ca. 105 dB nach der DVB-C-Norm. Das DVB-S/C-Modulator-Modul übernimmt dabei laut Hoch die Rolle eines Basisboards. Hierüber werde beim Systemstart die Firmware inklusive aller Konfigurationseinstellungen geladen. Eine individuelle Konfiguration, zum Beispiel des MPEG-Encoders, ist per Software über die serielle Programmierschnittstelle des Basisboards möglich.

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trastolan 08. Jul 2005

das werde ich wohl mal ausprobieren. Hat schon jemand Erfahrungen mit dem System gesammelt?

genab.de 08. Jul 2005

Da kann ich mir endlich die Netzwerkkabel verlegerei sparen. TV Kabel habe ich eh überall

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