Informatik-Berufsausbildung verzahnt mit Studium

Berufsausbildung und Hochschulstudium miteinander verbunden

Ein Hochschulstudium mit einer Berufsausbildung zu verzahnen ist das wesentliche Merkmal eines dualen Studienangebots. Genau ein solches Angebot machen die Hochschule Bremen und die Universität Bremen sowie Bremer Wirtschaftsunternehmen in Zusammenarbeit mit dem Schulzentrum Utbremen zum Ausbildungsjahr 2006.

Anzeige

Die Entwicklung des ausbildungsintegrierten, hochschulübergreifenden dualen Studienangebots Informatik, wie es offiziell heißt, wird seit dem 1. April 2005 von der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung für die Dauer von drei Jahren gefördert.

Mit dem Bremer Projekt wird ein Angebot entwickelt, das die Berufsausbildung zum Fachinformatiker mit dem Studium an der Universität Bremen und an der Hochschule Bremen verbindet. Das Ziel ist die Verknüpfung des Berufsabschlusses "Fachinformatiker" bzw. "Fachinformatikerin" (Handelskammer-Prüfung) mit dem Studienabschluss "Bachelor of Science (B.Sc.)".

Das duale und auf insgesamt viereinhalb Jahre angelegte Studienangebot richtet sich an junge Leute mit einer sehr guten allgemeinen Hochschulreife oder Fachhochschulreife bzw. Fachabitur. Ideal wäre es laut den Veranstaltern, wenn in der gymnasialen Oberstufe die Leistungskurse Mathematik, Physik oder Informatik belegt wurden.

Vor Beginn des Studium schließen die Vertragspartner (Unternehmen und Auszubildende/Studierende) einen Ausbildungsvertrag über drei Jahre ab. Für die weitere vertragliche Regelung werden im Rahmen des Projektes verschiedene Vorschläge gemeinsam mit den Unternehmen und der Handelskammer erarbeitet. Für die Unternehmen entstehen über die üblichen Ausbildungskosten hinaus keine zusätzlichen Kosten wie z.B. für eine Ausbildung an einer Berufsakademie. Die Kombination von Hochschulstudium mit theoretischer und praktischer Berufsqualifizierung soll zeitlich und inhaltlich aufeinander abgestimmt erfolgen.

In den ersten zwei Jahren studieren die Auszubildenden/Studierenden während der Vorlesungszeit an den Hochschulen (je Semester 15 Wochen an der Hochschule bzw. an der Universität) und absolvieren parallel dazu - in geringerem Umfang - Teile der betrieblichen Ausbildung.

Im dritten Jahr steht die berufliche Erstausbildung an den Lernorten Betrieb und berufliche Schule im Vordergrund und mündet in der Abschlussprüfung zum Fachinformatiker vor der zuständigen Handelskammer. Diese Zeit wird als verpflichtendes Praxissemester für das Studium an der Hochschule Bremen angerechnet.

In der nachfolgenden Zeit wird das Studium fortgesetzt, ergänzt um (freiwillige) betriebliche Praxisphasen und abgeschlossen mit dem international üblichen "Bachelor of Science". Hierdurch soll eine deutliche Reduzierung der Gesamtausbildungszeit im Vergleich zur additiven Ausbildung erreicht werden.

Der Besuch der Berufsschule findet in den ersten drei Ausbildungsjahren am Schulzentrum Sek. II Utbremen statt, dem Bremer Standort für den Berufsschulunterricht aller IT-Berufe. Der Unterricht wird als Blockunterricht organisiert. Hier werden vor allem die für den Lehrberuf des Fachinformatikers bzw. der Fachinformatikerin notwendigen und prüfungsrelevanten Kenntnisse über Wirtschafts- und Sozialkunde, Geschäftsprozesse, Projektmanagement, IT-Systeme und Anwendungsentwicklung vermittelt.

Das Studium erfolgt in den bestehenden Bachelor-Studiengängen, z.B. Technische Informatik an der Hochschule Bremen und Informatik an der Universität Bremen. Das Studienangebot ist modularisiert und mit Leistungspunkten versehen (CP, Credit Points nach dem "European Credit Transfer System", ECTS). Das Studium und die Berufsausbildung werden während des gesamten Verlaufs durch Zeiten im Unternehmen begleitet. Im dritten Jahr ist die Prüfung an der Handelskammer geplant, der Berufsabschluss zum Fachinformatiker wird erreicht. Ab dem vierten Jahr wechseln Zeiten im Unternehmen mit Studienzeiten an der Hochschule bzw. an der Universität ab.


Larsi 01. Jul 2005

Also, ich habe vor einem Jahr meinen Dipl.Inf.(BA) gemacht. Ich kann nur sagen, trotz...

Ghost2 01. Jul 2005

Wo ist wohl der Vorteil eines Menschen der nicht nur theoretisches Fachwissen auf einer...

vom Feinsten 30. Jun 2005

Das so eine Meldung bei Golem geschaltet wird, dient schlicht und ergreifend dem Zweck...

Huiuiui 30. Jun 2005

...dann kann ich den ausfürhlichen Bericht nicht nachvollziehen. Der duale Bildungsweg...

stareagle 29. Jun 2005

Ich kann dir nur voll und ganz zustimmen. Habe, wie in dem anderen Thread schon...

Kommentieren



Anzeige

  1. SAP Business Process Expert (m/w)
    Brüel & Kjaer Vibro GmbH, Darmstadt
  2. Inhouse Consultant (m/w) RightNow (Oracle Service Cloud)
    MS E-Business Concepts & Services GmbH, Ingolstadt
  3. Consultant Software Asset Management (SAM) für Microsoft (m/w)
    FRITZ & MACZIOL group, deutschlandweit
  4. IT-Enterprise Storage Architect (m/w)
    Media-Saturn IT Services GmbH, Ingolstadt

 

Detailsuche


Folgen Sie uns
       


  1. Hoverboard

    Schweben wie Marty McFly

  2. Nepton 120XL und 240M

    Cooler Master macht Wasserkühlungen leiser

  3. Deutsche Telekom

    Umstellung auf VoIP oder Kündigung erst ab 2017

  4. HTC

    Desire 820 Mini mit Quad-Core-Prozessor und 5-Zoll-Display

  5. Merkel auf IT-Gipfel

    Netzneutralität wird erst im Glasfasernetz wichtig

  6. Elektromobilität

    Die Chipkarte für die Ladesäule

  7. Next Century Cities

    32 US-Städte wollen Glasfaserausbau selbst machen

  8. Azure-Server

    Microsoft und Dell bringen Cloud in a Box

  9. GNU

    Emacs 24.4 mit integriertem Browser

  10. IT-Gipfel 2014

    De Maizière nennt De-Mail "nicht ganz zufriedenstellend"



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de



OS X 10.10: Yosemite ist da
OS X 10.10
Yosemite ist da
  1. Betriebssystem Apple bringt dritte öffentliche Beta von OS X 10.10
  2. Apple OS X Yosemite - die zweite öffentliche Beta ist da
  3. Apple verkraftet Ansturm nicht OS X Yosemite - die öffentliche Beta ist da

Sony Alpha 7S im Test: Vollformater sieht auch bei Dunkelheit nicht schwarz
Sony Alpha 7S im Test
Vollformater sieht auch bei Dunkelheit nicht schwarz
  1. FPS 1000 Kamera soll 18.500 Frames pro Sekunde aufnehmen
  2. Bericht Sony will 4K-Superzoom-Kamera entwickeln
  3. Minikamera Ai-Ball Die WLAN-Kamera aus dem Überraschungsei

Google: Nexus 9 als erstes Tablet mit 64-Bit-Tegra von Nvidia
Google
Nexus 9 als erstes Tablet mit 64-Bit-Tegra von Nvidia
  1. Android L Das L steht für Lollipop
  2. Volantis Nexus 9 bekommt FCC-Zertifizierung

    •  / 
    Zum Artikel