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IT-Gehaltsstudie: Mehr Geld bei sinkender StundenzahlUnternehmen stellen wieder mehr Mitarbeiter ein
Zentrales Ergebnis der Studie, die der BVDW jedes Jahr in Zusammenarbeit mit dem HighText-Verlag herausgibt: Die Jahresgehälter sind im vergangenen Jahr moderat, aber spürbar um 2,6 Prozent gestiegen. Gleichzeitig ist die Arbeitszeit für die Angestellten leicht auf durchschnittlich 41,4 Stunden pro Woche gesunken. Auch die Zahl der Überstunden ist niedriger als im Jahr zuvor; sie werden von den Unternehmen fast ausschließlich in Form von Freizeit ausgeglichen.
"Besonders erfreulich ist die Tatsache, dass die Branche wieder verstärkt qualifiziertes Personal nachfragt", sagte BVDW-Präsident Arndt Groth, der sich insgesamt zufrieden mit den Ergebnissen zeigte. Knapp die Hälfte der Angestellten erhält Prämien und Provisionen, was somit etwas häufiger als im Vorjahr vorkam. Dabei werden in den Unternehmen prinzipiell die höchsten Gehälter gezahlt, in denen mehrere dieser Zusatzleistungen angeboten werden. Offensichtlich sind Marktorientierung und Vertrieb noch wichtiger geworden - wer Aufträge hereinholt, wird in der Regel auch gut entlohnt. So wurden für alle Positionen im Bereich Marketing und Vertrieb noch einmal höhere Werte angegeben als im Vorjahr. Außer in München und Berlin wird dabei in den Metropolen tendenziell eher unterdurchschnittlich verdient. Das lang ersehnte Ende der Talsohle zeigt sich nun auch auf dem Arbeitsmarkt: Hielten sich bei der Zahl der neuen Mitarbeiter in der vorhergehenden Studien Abgänge und Zugänge noch die Waage, so haben die Unternehmen der diesjährigen Studie unter dem Strich neue Mitarbeiter hinzugewonnen. Die Anzahl der Mitarbeiter der Unternehmen ist im Durchschnitt um 6,5 Prozent gestiegen. Auch die Zukunftsaussichten sind nach dem Ergebnis der Erhebung wieder besser: Pro Unternehmen werden derzeit durchschnittlich mehr als zwei neue Mitarbeiter gesucht. Die am meisten gesuchten Mitarbeiter sind Marketing-Spezialisten. Neben Berufserfahrung ist ein Universitätsabschluss die meist gesuchte Qualifikation. Dabei sind persönliche Kontakte die wichtigste Quelle, um neue Arbeitnehmer oder Arbeitgeber zu finden, gefolgt von Online-Jobbörsen. Nicht nur für neues Personal spielt Bildung eine wichtige Rolle: Über 80 Prozent der Arbeitgeber und der Arbeitnehmer sehen einen hohen Weiterbildungsbedarf. Das eindeutige Bekenntnis insbesondere auch der Unternehmen zur Weiterbildung zeigt, dass die Branche fit für die Zukunft und den internationalen Wettbewerb sein will. Die häufigsten Ausbildungsberufe in den Unternehmen sind IT-Fachberufe gefolgt von "Mediengestalter Digital und Print". Auszubildende verdienen im Schnitt 500 bis 600 Euro. Sehr beliebt ist auch der "Einsatz" von Praktikanten, die von der Hälfte der Unternehmen beschäftigt werden. Wenn Gehälter gezahlt werden, sind diese sehr unterschiedlich, im Schnitt sind es 650 Euro pro Monat. Der mittlerweile sechste BVDW-Gehaltsspiegel kostet 14,80 Euro. BVDW-Mitglieder erhalten 50 Prozent Rabatt bei Bestellung über den BVDW. (ip)
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